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Apple: Keine Provisionen mehr bei App-Empfehlungen

03.08.2018 | 10:52 Uhr | Stephan Wiesend

Apple hat die Richtlinien für Entwickler geändert, erstmals kann etwa ein Nutzer eine App vor dem Kauf testen.

Update vom 3. August:

Am 1. Oktober nimmt Apple iOS- und Mac-Apps aus seinem Affiliate-Programm heraus , bezahlt also keine Provisionen mehr an Website, die bestimmte Apps empfehlen und beim Kauf einer solchen mit profitieren. Apple beendet damit das Geschäftsmodell zahlreicher Empfehlungssites und begründet diesen Schritt damit, dass der App Store und der Mac App Store nach der Überarbeitung im vergangenen und im diesen Jahr Apps besser auffinden lassen und selbst Empfehlungen geben. Auch In-App-Käufe sind aus dem Affiliate-Programm ausgeschlossen, Provisionen zahlt Apple aber weiterhin für Inhalte wie Musik, Bücher und Filme.

Auch die App-Erfahrung als solche wird sich in den nächsten Jahren massiv ändern, legt Michael Simon auf Macworld dar . Mit den Siri Shortcuts, den Empfehlungen der KI und App-Abonnements wird die einzelne Anwendung immer mehr in den Hintergrund treten und die Erfahrung des Anwenders, der sich seine Informationen aus unterschiedlichen Apps holt und diese auf Systemlevel zusammenführt, in den Vordergrund.

Meldung vom 6. Juni:

Zur WWDC hat Apple auch eine neue Version seiner App Store Review Guidelines veröffentlicht, die für App Entwickler einige Neuerungen beinhalten.

Einer der häufigsten Wünsche von Entwicklern für den App Store waren Demoversionen. Bisher war dies nur bei Abo-Apps möglich, ab sofort können bei Kauf-Apps 14-Tage-Demos genutzt werden. Apple hat dies und einige andere Punkten jetzt ergänzt. Die „14-day Trial“-Option ermöglicht die komplette Nutzung der App, danach wird eine kostenpflichtige Entsperr-Option geboten. Dauer der Demoperiode und folgende Kosten müssen vor Beginn der Demo dem Nutzer erklärt werden.

Ebenfalls neu: Fälle wie die Steam Link waren offenbar der Grund, dass Apple die Richtlinie 3.1.2 weiter präzisiert hat. So darf man außerhalb des App Stores erworbene Inhalt in der App anzeigen, die App darf aber nicht zum Kauf von Inhalten außerhalb des Stores auffordern. Erhält die App Inhalte per Stream, wie die Remote-App Steam Link, muss die Kommunikation über das lokale Netz erfolgen und es darf keine Kaufmöglichkeit geben. Die Steam Link bot ja dagegen einen Zugriff auf den Shop von Steam.

Ein weiterer neuer Punkt betrifft Werbung für Kinder: Entwickler müssen bei Anzeige von Werbung in der App darauf achten, dass diese Werbung auch altersgemäß ist. Nebenbei verlangt Apple auch von Werbung, dass diese klar als solche zu erkennen ist  – und nicht den Nutzer dazu verlockt hineinzuklicken.

Aber auch das Mining für Kryptowährungen wird ausdrücklich verboten.

Die vollständigen Guidelines finden Sie hier.

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