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Neue Details zu Apples Ladematte Airpower

10.12.2018 | 12:57 Uhr | Halyna Kubiv

Am vergangenen Donnerstag hat das US-Amerikanische Patentamt USPTO ein Patent von Apple veröffentlicht.

Im besagten Patent finden sich interessante Hinweise auf die Funktionsweise der neuen Ladematte Airpower und gegebenenfalls die Antworten, warum sich ebendiese Matte verzögert. Allein schon die Existenz des Patents macht Hoffnung, dass Apple das Projekt "Drahtlose Ladematte" nicht endgültig beerdigt hat. Die Verantwortlichen haben die Unterlagen im vergangenen Dezember eingereicht, was so viel heißen kann, als dass die Entwicklung noch dauert.

Warum es so lange währt, zeigen einige Details aus dem Patent. Apple will offenbar, dass alle Apple-Geräte inklusive iPhone, Apple Watch, iPad und sogar nicht genannte Laptops auf der Ladematte simultan aufgeladen werden können. Auf Probleme mit den (mehreren) Induktionsspulen oder der Ausrichtung der Geräte wird hier nicht eingegangen, allerdings weisen die Erfinder darauf hin, dass die Matte die Geräte auch dann aufladen wird, wenn sie nicht strikt in der Mitte liegen. Das ist nämlich ein Problem mit den aktuellen Ladematten: Verrutscht das iPhone um wenige Zentimeter von der Mitte, wird der Ladevorgang abgebrochen. Apples Ladematte wird wohl einen der aktuellen Standards unterstützen – Qi oder Power Matters Alliance (PMA).

Richtig ausgeklügelt scheint das Benachrichtigungssystem zu sein. Apple sieht vor, dass die geladenen Geräte sich untereinander per Bluetooth oder NFC verbinden und die Ladezustände austauschen. Das Gerät mit dem größten Bildschirm – das iPhone oder das iPad – wird dann die Ladezustände aller Geräte anzeigen können. Zwar gibt es auch schon jetzt das Batterie-Widget im Heute-Screen auf den iOS-Geräte, dieses zeigt nur die Ladezustände der bereits verbundenen Geräte an. Im Unterschied dazu sollen iPhones, Apple Watches und wohl in Zukunft iPads ohne Fummelei in den Einstellungen untereinander Ladezustände austauschen können. Dazu wird jedem der Devices eine zufällige ID vergeben, so verhindert das System, dass Angreifer diese Infos auslesen und einordnen können.

Richtig interessant sind die Gedanken zur nicht visuellen Übertragung der Ladezustände. Die Erfinder wollen laut dem Patent so viele Touches und Klicks dem Nutzer sparen wie nur möglich. Dafür haben sie sich eine haptische Anzeige überlegt: Das iPhone gibt bei der Berührung ein haptisches Signal ab – je nach Länge und Intensität kann der Nutzer erraten, wie hoch die Akkuladung bereits ist. Eine andere Option wäre ein akustisches Signal – bei 50 und 100 Prozent Ladung gibt das aufladende Gerät einen bestimmten Ton von sich, diese Einstellung würden wir auch bei iOS 12.2 oder später begrüßen, nicht nur in der Verbindung mit der drahtlosen Ladematte. Offenbar überlegt sich Apple auch Alternativen zu der gewohnten Batterieanzeige: Statt einer mehr oder minder gefüllten AA-Batterie gibt es noch eine Variante, die wie ein Aktivitätsring der Apple Watch aussieht: Ist die Batterie vollgeladen, ist der Ring geschlossen.

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