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Neue Macbooks Pro und Air könnten auf der WWDC 2017 erscheinen

17.05.2017 | 13:00 Uhr |

Der neue Macbook Pro ist gerade mal ein halbes Jahr alt, schon gibt es Gerüchte, dass auf der WWDC ein Nachfolger vorgestellt werden kann.

Natürlich dreht sich die WWDC vorwiegend um Software, aber in diesem Jahr hat Apple für seine Eröffnungsveranstaltung vermutlich auch wieder ein wenig Hardware im Gepäck. Die Aussichten auf ein neues iPad Pro 2 und einen Siri Speaker sind zwar etwas vage, dafür zeichnen sich Upgrades bestehender Modelle ab. Allen voran soll laut Bloomberg ein Macbook Pro mit Kaby-Lake-CPU kommen, Intel war im vergangenen Herbst nicht rechtzeitig mit einem Vierkerner für das Macbook Pro herausgekommen, weswegen Apple auf Skylake-Chips zurückgreifen musste. Betreffen werde das Upgrade mit jüngeren und schnelleren Prozessoren beide Größen des Macbook Pro, ein wenig überraschend werde auch das Macbook Air mit 13 Zoll eine aktualisierte Fassung erhalten. Apple hatte im letzten Oktober das 11-Zoll-Modell eingestellt und das etwas größere Macbook Air als eine Art von Auslaufmodell im Angebot belassen. Laut Berichten aus Insider-Quellen verkauft sich das Gerät viel zu gut, um komplett eingestellt zu werden. Auch das Einsteiger-Modell, das Macbook, will Apple mit einem schnelleren Chip ausstatten.

Laut Berichten von Bloomberg werden die neuen Macs das aktuelle Design beibehalten, nur die internen Komponenten will der Hersteller aktualisieren. Diese Ankündigung, käme ein wenig überraschend, falls sie tatsächlich passiert. Erst vor wenigen Wochen hat Apple an die Presse herangetreten und Pläne zum Mac Pro und iMac diskutiert. pm

Kommentar: Warum immer noch ein Macbook Air?


Das Macbook Air mit 13-Zoll-Display hat sich in den letzten Jahren kaum verändert, zuletzt hatte Apple es  Anfang 2015 aktualisiert. Nach jüngsten Berichten bleibt es aber weiter im Programm, Apple will es laut Bloomberg sogar aktualisieren. Laut ungenannten Quellen verkauft es sich nämlich weiterhin hervorragend. Nach Zahlen von IHS verkauft Apple wohl noch immer doppelt so viele Macbook Air wie Macbooks.

Von Apple war dies wohl gar nicht beabsichtigt: Eigentlich hatte Cupertino ja sogar schon zwei Nachfolger präsentiert, das Macbook und das Macbook Pro ohne Touchbar. Das innovative, aber lahme 12-Zoll-Modell hat aber offensichtlich zu wenig Kunden überzeugt. Auch mit der Vorstellung des neuen Macbook Pro 13-Zoll sollte es eigentlich einen neuen Nachfolger geben, so ist laut Phil Schiller das Einstiegsmodell ohne Touchbar ebenfalls für Macbook-Air-Umsteiger gedacht.

Das Problem ist der Preis, was bei einem Blick in den US-Store deutlich wird: Dort  kostet das Macbook Air 999 Dollar, das 12-Zoll-Macbook psychologisch abschreckende 1299 Dollar. Das eigentlich als Macbook-Air-Ersatz gedachte Macbook Pro 13-Zoll gibt es sogar erst ab 1499 Dollar. Viel günstiger kann Apple die beiden Geräte aber nicht anbieten, die Retina-Displays sind teurer, sicher auch andere Komponenten. Dagegen gab es das Air sogar in zahllosen Aktionen zum Schnäppchenpreis.

In seinem Education-Store setzt Apple offensichtlich selbst noch auf das Macbook Air.
Vergrößern In seinem Education-Store setzt Apple offensichtlich selbst noch auf das Macbook Air.

Der Bildungsmarkt als Problem

Beide Konkurrenten sind zwar technisch überlegen, das Macbook Air kaufen aber keine Videoprofis und Profi-Fotografen, sondern preissensible Studenten und Heimanwender - die von Innovationen wie USB-C eher verschreckt als angezogen werden. Vor allem der Bildungsmarkt in den USA scheint außerdem weiter das alte Macbook Air zu bevorzugen. Beim Einkauf von Hardware achten Bildungsbehörden auf jeden Cent und Macbook wie Macbook Pro sind ihnen anscheinend zu teuer. Es ist sicher kein Zufall, dass auf Apples Education-Seiten fast nur Fotos von Anwendern mit Macbook Air zu sehen sind. So ist für Bildungsinstitutionen sogar noch das 11-Zoll-Macbook Air im Angebot - auf Anfrage. Ähnlich wie beim neuen iPad muss Apple wohl vor allem für das schwindenden Education-Geschäft weiter ein Budget-Modell im Programm behalten - mit altem Design, aber ansprechendem Preis.

Warum dann ein Update? Vielleicht machen ja Apples Lieferanten langsam ein Update notwendig. Samsung, der ursprüngliche Lieferant der Air-Displays, hat die Produktion der TN-Displays bereits eingestellt, Apple hat aber laut IHS einen großen Vorrat an Panels und mit BOE einen neuen Lieferanten. Dagegen könnte es vermutlich langsam schwer werden, die bisher verwendeten Broadwell-CPUs von Intel zu erhalten, die Produktion l äuft nämlich dieses Jahr aus . sw

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