2291155

Neuer Apple-Campus bei Programmierern wenig beliebt

08.08.2017 | 13:12 Uhr |

Die neuen Open Spaces bzw. Großraumbüros von Apples Hauptquartier stoßen bei vielen Apple-Mitarbeitern auf wenig Gegenliebe.

Architektonisch ist Apples neuer Campus ein Highlight, einige der neuen Bewohner sind aber von den offen gestalteten Großraumbüros offenbar weniger begeistert. Der Apples CPUs zuständige SVP Johny Srouji soll beim Anblick der neuen sogenannten „Open Spaces“ mit dem Ausruf „Fuck that, fuck you, fuck this, this ist bullshit“ reagiert haben und in ein eigenes Gebäude außerhalb des Campus gezogen sein – so erzählt dies John Gruber in seinem Podcast . Der Bericht ist zwar aus dritter Hand, er ist aber nicht der erste, bei dem die Architektur des neuen Apple-Hauptquartiers kritisiert wird. Vor allem Programmierer und Ingenieure sind offenbar wenig von der Aussicht begeistert, plötzlich in völlig frei stehende Großraumbüros zu ziehen.

Das Grundkonzept des von Lord Norman Robert Foster entworfenen Campus ist nämlich ein besonders offenes Bürokonzept, bei dem auf die sonst in den USA üblichen Trennwände zwischen den Kollegen verzichtet wird. Dieser Verzicht auf die berühmten Cubicles soll in der Theorie eine optimale Kommunikation zwischen den Kollegen ermöglichen. Das Konzept ist in den USA gerade in Mode , so gibt es ähnliche Konzepte auch bei Facebook und Samsung, noch weiter gehen Microsoft und Glaxo Smith Kline mit Konzepten wie dem "non-office", bei dem jeder Mitarbeiter sich jeden Morgen einen neuen Arbeitsplatz suchen muss. Besonders stark kritisiert werden Großraumbüros aber von Angestellten, deren Arbeit hohe Konzentration erfordert. Das ist nicht unberechtigt, so gibt es viele Studien, die Großraumbüros eine sinkende Produktivität und höhere Krankheitsrate nachweisen. Bei gut geplanten Großraumbüros ist sogar der Flächenbedarf höher als bei für konzentrierte Arbeit besser geeigneten 2- oder 3-Personen-Büros.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2291155