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Niederlande: Polizei stellt halsbrecherische iPhone-Diebe

01.08.2017 | 10:53 Uhr |

Aus voller Fahrt iPhones aus dem davor fahrenden Lkw zu stehlen – das klingt nach Hollywood-Action. Und soll doch genauso mehrfach geschehen sein.

Wie Appleinsider berichtet, konnte die niederländische Polizei in einem Ferienbungalow in Otterlo bei Apeldoorn fünf Rumänen festnehmen, die iPhones im Wert von einer halben Million Euro gestohlen haben sollen. Diese iPhones und auch das speziell präparierte Tatauto wurden demnach sichergestellt.

Die Art des Überfalls und Raubs der iPhones lässt sich nicht anders denn als abenteuerlich beschreiben. Offenbar haben die Gangster ein speziell dafür eingerichtetes Auto benutzt, dessen Dachfenster extra breit geschnitten war. So konnte einer der Täter leichter aufs Dach und nach vorn kriechen, gesichert durch eine rutschfeste Matte, ein weiterer Gauner hielt ihn dabei fest, während der Fahrer möglichst dicht an den Lkw heranfuhr. Der herausgekletterte Täter öffnete nun mit einem Spezialwerkzeug die Tür des Lkw vor ihm und reichte das Diebesgut zum nächsten Gangster durch, der es durch das vergrößerte Dach im Auto verstaute. Da die Überfälle vorwiegend nachts stattfanden, wurden sie auch kaum von anderen Fahrern auf der Autobahn bemerkt. Die Lkw-Fahrer selbst merken während der Tat nichts davon.

Genannt wird dieses ”Verfahren” auch die ”rumänische Methode”, die seit 2008 bekannt ist, auch wenn die Ermittler zunächst nicht glauben wollten, dass dies möglich wäre. Ein 2012 vom Polizeihubschrauber in Rumänien aufgenommenes Video beweist aber, dass die Täter tatsächlich genauso gehandelt haben, und das bei verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit. Neben iPhones wurden auch vorzugsweise iPads gestohlen. Die Überfälle fanden aber nicht nur in Rumänien, sondern auch etwa in Belgien und Deutschland sowie den Niederlanden statt. Unklar ist, ob es sich immer um dieselbe oder um verschiedene Banden handelt.

Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) schreibt, die Bande soll für 17 Überfälle auf Lkw in Europa verantwortlich sein, darunter auch in Deutschland. Das jetzt gefundene Tatfahrzeug, ein weißer Geländewagen, trage ein deutsches Kennzeichen aus Mönchengladbach. Den Tipp für den jetzigen Zugriff habe die Polizei in der vergangenen Woche vom Verband der Transportunternehmer erhalten. Die Ermittlungen laufen derzeit auf vollen Touren.

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