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Online-Shops: Morgens teuer, abends günstig?

08.08.2018 | 17:15 Uhr |

Online-Händler sorgen mit ihrer dynamischen Preisdifferenzierung für teils deutliche Kostenunterschiede.

Dynamische Preisdifferenzierung – was sich unspektakulär anhört, ist bei vielen Online-Händlern schon fest etabliert. Mit einer regelmäßigen Anpassung ihrer Preise sorgen die Shops für starke Preisschwankungen, die meist mit der Tageszeit in Verbindung stehen. Experten der zur Verbraucherzentrale Brandenburg gehörenden Seite Marktwächter haben dazu die Preisgestaltung in 16 deutschen Online-Shops 34 Tage lang untersucht . Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 15 der 16 überwachten Händler ihre Preise für dasselbe Produkt regelmäßig ändern.

Knapp zwei Drittel der beobachteten Preise änderten sich innerhalb eines Monats drei mal, ein weiteres Drittel schwankte sogar vier- bis 15-malig, das Maximum lag bei 32 Preisänderungen. Die Schwankungen sind teils extrem, 30 Prozent der Preise wurden teils mehr als verdoppelt. Ein Smartphone von Mediamarkt wurde mit Schwankungen von bis zu 220 Euro angeboten. Auch der Zeitpunkt macht einen großen Unterschied: Bei ATU kosten Batterien und Reifen beispielsweise am Vormittag bis zu 30 Prozent mehr als am Nachmittag. Kunden bleibt daher nach Ansicht der Verbraucherzentrale nur eine noch genauere Kontrolle der Preise, um wirkliche Schnäppchen von teuren Anschaffungen unterscheiden zu können. Im Rahmen der Studie wurden 1133 Produktpreise überwacht. Der Beobachtungszeitraum reichte vom 31. Januar bis zum 5. März 2018.

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