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OpenSchufa will Schufa "knacken" und bittet um Daten

17.05.2018 | 12:16 Uhr |

Um die Scoring-Methoden der Schufa zu hinterfragen, bittet die Initiative Open Schufa um Selbstauskunft-Daten.

Bevor man eine Kredit oder auch nur einen Handy-Vertrag bekommt, erfolgt oft eine Prüfung der Kreditwürdigkeit über das private Unternehmen Schufa. Die Methoden für diese Bewertungen sind aber ein Geschäftsgeheimnis, dem die Organisation OpenSchufa auf die Spur kommen will. Hinter der von der Schufa stark kritisierten Aktion stehen die NGOs "Algorithm Watch" und "Open Knowledge Foundation" sowie Spiegel und BR. Nach der Entwicklung einer per Spenden finanzierten Analysesoftware bitte die Organisation jetzt um die Zusendung von möglichst vielen Selbstauskünften. Die Schufa ist verpflichtet, jedem Verbraucher einmal pro Jahr kostenlos eine Selbstauskunft zu erteilen. Dazu genügt das Ausfüllen eines Online-Formulars , man erhält dann seine Daten per Post. Die Organisation bittet, von diesen vier Seiten, die mittleren zwei Seiten mit Daten abzufotografieren (ohne Namen und Adresse) und über die Seite openschufa.de hochzuladen. Nach dem Upload der Daten erhält man eine ID, über die man später eine Löschung der Daten beantragen kann. Ausgewertet und wohl auch veröffentlicht werden die Daten von den Redaktionen des Spiegels und des Bayerischen Rundfunks. Mittlerweile haben bereits rund 22 000 Nutzer ihre Daten freiwillig an OpenSchufa gespendet.


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