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Panasonic entwickelt zwei Vollformat-Systemkameras

28.09.2018 | 09:33 Uhr | Markus Schelhorn

Panasonic präsentiert auf der Photokina die S-Serie, ihr ersten Vollformat-Systemkameras. Im Frühjahr 2019 sollen sie auf den Markt kommen.

Fünf Jahre nachdem Sony die erste Vollformat-Systemkamera auf den Markt gebracht haben, überschlagen sich derzeit die Produktvorstellungen anderer Hersteller: Erst stellten Canon und Nikon eine Vollformat-Serie vor ( siehe unseren Vergleich zu Sony ), dann kündigte Leica, der mit der LeicaSL ebenfalls eine Vollformat-Systemkamera im Programm hat, eine Partnerschaft mit Panasonic und Sigma. Fortan können Panasonic und Sigma Produkte für das L-Mount-System bauen. Panasonic hat sich nicht lange bitten lassen und präsentierte auf Photokina unter einer Glashaube zwei Prototypen seiner ersten Vollformat-Systemkameras der S-Serie. Anfang 2019 sollen sie auf den Markt kommen. Zudem wird auch Sigma eigene Vollformat-Systemkameras mit dem L-Mount-Bajonette bauen, doch noch ist es zu früh für technische Details. Klar scheint allerdings, dass Sigma einen Vollformat-Forveon-Bildsensor entwickelt. Diese Bildsensortechnologie verwendet derzeit ausschließlich Sigma. Die Systemkameras mit dem Sigma-eigenen Objektivanschluss sollen eingestellt werden. Auch Carl Zeiss könnte eine Kamera bringen, so Gerüchte.

Panasonic S1 und S1R

Panasonic startet mit zwei Modellen mit 24 Megapixel und 47 Megapixel Auflösung.  Die Gehäuse sind größer als bei der Konkurrenz, denn Panasonic wollte nach einer Aussage keine Kompromisse bei der Handhabbarkeit der Kameras machen. Zudem ermöglicht eine größere Kamera eine bessere Wärmeableitung, die für ein herausstechendes Merkmal beider Kameras nötig ist: Denn beide Kameras ermöglichen die Videoaufnahme in 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde. Die Konkurrenz schafft hier maximal 4K bei 30 Bildern pro Sekunde.

Für die Bildstabilisierung kombiniert Panasonic eine Stabilisierung in der Kamera und eine im Objektiv – ein weiteres Novum. Dieses Panasonic Dual I.S. Bildstabilisierungssystem soll Aufnahmen von dunklen oder entfernten Szenen aus freier Hand ermöglichen, die normalerweise ein Stativ oder andere Hilfsmittel erfordern. Professionelle Anwender dürfen sich zudem über zwei Speicherkartensteckplätze für eine SD- und XQD- Speicherkarte freuen. Das rückwärtige Display lässt sich in drei Achsen drehen.

Objektive

Panasonic startet mit drei Objektiven mit L-Mount-Bajonette und will sein Objektivangebot bis 2010 auf zehn Modelle erweitern. Den Anfang macht eine 1,4/50 mm-Festbrennweite, ein Standardzoom mit 24- 105 mm und ein Telezoom mit 70-200 mm. Im Rahmen der L-Mount-Alliance lassen sich zudem Objektive von Leica und Sigma verwenden.

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