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Parallels Desktop 13: PC-Unterstützung für die Touch Bar und mehr Leistung

22.08.2017 | 10:48 Uhr |

Die neue Version bringt Windows 10 auch unter High Sierra auf den Mac und macht die Touch Bar mit Windows-Anwendungen kompatibel.

Die Virtualisierungssoftware Parallels ermöglicht die Installation von Windows und anderen Systemen auf dem Mac und ist ab sofort in einer neuen Version verfügbar. Die neue Version 13 bietet eine verbesserte Performance und vor allem Nutzern von Windows 10 auch mehr Komfort. Interessant ist die neue Version vor allem für Nutzer eines Macbook Pro mit Touch Bar: Windows-Anwendungen kann ein Nutzer per Touch Bar steuern. Über ein Hilfsprogramm kann man sogar beliebigen Anwendungen Aktionen zuweisen, Office-Anwendungen und Browser werden bereits unterstützt. Eine weitere Neuerung ist der Ansichtsmodus Picture-in-Picture, bei der man mehrere laufende virtuelle Maschinen in einer Mini-Ansicht einblenden kann – etwa um den Status eines Updates zu beobachten. Eine kommende Windows-Funktion wird von der neuen Version ebenfalls unterstützt: Microsoft hatte in seinen Preview-Versionen von Windows 10 eine neue Kommunikations-App namens People Bar vorgestellt. Diese wird bereits von Parallels unterstützt, inklusive Dock-Integration.

Neu ist die Übersichtsdarstellung PiP
Vergrößern Neu ist die Übersichtsdarstellung PiP

Performance

Parallels verspricht aber auch eine verbesserte Performance. Externe Thunderbolt-Laufwerke sollen dank neuer Treiber um bis zu hundert Prozent, USB-Laufwerke um bis zu 40 Prozent schneller geworden sein. Das Erstellen von sogenannten Snapshots soll bis zu 50 Prozent schneller sein, das Arbeiten mit Windows-Dateien um bis zu 47 Prozent. Die Grafikunterstützung wurde ebenfalls verbessert, so gibt es jetzt für das Lichtplanungs-Tool DIALux evo und das Strategiespiel Nortgard OpenGL3-Unterstützung.

Parallels Toolbox

Die auch als eigenständige Toolsammlung für Windows und Mac verfügbare Parallels Toolbox wurde ebenfalls ausgebaut. Sie bietet jetzt insgesamt 30 Tools, neu sind Funktionen wie Laufwerk bereinigen und Duplikate suchen.

Versionen und Preise

Verfügbar ist Parallels Desktop als Standardversion, Business Edition und Mac Pro Edition. Die Pro-Edition unterstützt jetzt bis zu 32 virtuelle CPUs und 128 GB RAM, bei der Standardversion sind es nur 4 CPUs und 8 GB. Über „Auflösung festlegen“ kann man hier erstmals Auflösungen schnell ändern, es gibt eine neue IP-Adressensuche, der Installationsassistent unterstützt mehr Systeme und Analysetools wie Intel VTune, perf und rr werden bessert unterstützt. Neu sind außerdem IE-Testumgebungen von Microsoft mit 90 Tage Laufzeit für Edge unter Windows 10, IE 11 unter Windows 7 usw.

Die für Firmen gedachte Business-Edition ist ab Herbst verfügbar. Sie bietet erstmals den Modus „Einzelne Anwendung“. Nutzer sehen dann statt der kompletten Virtualisierungsumgebung nur ein einzelnes Programm. Neu ist außerdem ein konfigurierbares Dock, man kann Benutzer per E-Mail einladen, man kann Administratoren Unterlizenzen zuweisen und es gibt neue Designs für das Verwaltungs-Portal „Mein Account“.

Parallels Desktop kostet in der Standardversion 80 Euro, ein Upgrade von Version 11 oder 12 kostet 50 Euro. Alternativ ist ein Upgrade auf die Pro-Edition für 50 Euro möglich. Die Pro-Edition ist wie die Business-Editon nur als Abo zu haben, eine Jahreslizenz kostet 100 Euro. Ein Abo für die Parallels Toolbox für Mac und PC sind im Preis enthalten.

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