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Parallels Desktop 14: Virtualisierer mit mehr Speed und Mojave-Kompatibilität

21.08.2018 | 09:01 Uhr | Stephan Wiesend

50 neue Funktionen und verbesserte Leistung verspricht Parallels für seine neue Verson von Paralells Desktop.

Will man Windows-Anwendungen auf seinem Mac verwenden, ist die Virtualisierungssoftware Parallels Desktop sehr beliebt. Die Software wird regelmäßig aktualisiert und bietet viele Komfort-Funktionen, um Windows-Tools wie Visio oder SketchUp nahtlos auf dem Mac zu nutzen. Die meisten Anwender nutzen die Software für die Installation eines Windows-Betriebssystems, Parallels Desktop unterstützt aber auch Linux, macOS und andere Betriebssysteme als so genanntes Gastsystem. Konkurrenten sind vor allem Vmware Fusion und Virtualbox.

Die neue Version Parallels Desktop 14 bietet laut Hersteller 50 neue Funktionen und ist sowohl mit Windows 10 als auch Mojave kompatibel. So unterstützt Parallels bereits den Dark Mode, zeigt bei der Anzeige von Windows-Dateien per Quick Look die neuen Aktionen an und das Installations-Image ist von Apple zertifiziert. Viel Wert legte Parallels bei einer Vorab-Demonstration auf die gute Unterstützung von Microsoft Ink, was die drucksensitive Stiftbedienung in Anwendungen wie Office, Photoshop oder Corel Draw ermöglicht. An einem Mac kann man den Stift per Touchpad simulieren.

Bessere Leistung

Wichtigste Neuerungen sind aber wohl Verbesserungen in der Performance und geringerer Speicherbedarf. Besonders stark profitieren Besitzer eines iMac Pro, da erstmals die Hardwarebeschleunigung AVX512 der iMac-Pro-CPUs unterstützt wird – laut Parallels kann dies Leistungssteigerungen von bis zu 200 Prozent bringen. Programmstarts sollen außerdem bis zu 80 Prozent schneller, der Start von Parallels um bis zu 10 Prozent zügiger ablaufen. Auch der Standby-Vorgang auf APFS-Medium wurde um bis zu 30 Prozent beschleunigt, so der Hersteller. Verbessert hat Parallels die OpenGL-Unterstützung, speziell die Anwendungen SketchUp, CTVox, DIALux 8 und OriginLab sollen von den Optimierungen profitieren. Externe Monitore unterstützt die Anwendungen ebenfalls besser, erstmals kann man bei Videokonferenzen zudem Kameras mit 4K-Auflösung verwenden.

Viele Optimierungen betreffen den zurückhaltenderen Umgang mit Speicherplatz: Eine neue Speicherplatzoptimierung, die sowohl Mechanismen von Windows als auch Mac kombiniert, soll erhebliche Einsparungen bringen. Snapshots eines Systems (eine Art Backup) sollen etwa 15 Prozent weniger Speicherplatz verbrauchen.

Man kann auch Mojave und Windows 10 als virtuelle Maschinen nutzen.
Vergrößern Man kann auch Mojave und Windows 10 als virtuelle Maschinen nutzen.
© Parallels

Touchbar-Unterstützung

Schon mit den Vorversionen konnte man Windows-Apps per Touchbar steuern, ein eigener Editor ermöglicht sogar die Konfiguration der Befehle. Die neue Version bietet bereits vorkonfigurierte Sets für Visio, OneNote, SketchUp, AutoCAD und weitere Tools, Office-Anwendungen und Systemtools werden schon länger unterstützt.

Parallels Toolbox mit neuen Funktionen

Ergänzt hat Parallels auch die im Lieferumfang enthaltene Toolsammlung Toolbox. Dabei handelt es sich um eine Sammlung an Hilfsprogrammen für Mac und Windows, die auch als separates Produkt erhältlich ist. Neu dazugekommen ist ein Tool, das  Screenshots einer kompletten Webseite anfertigt, eine Funktion für das Freigeben von Arbeitsspeicher und ein Batch-Konverter für das Ändern der Größe von Bilddateien.

Parallels Desktop für Mac Business Edition

Die Firmenversion von Parallels Desktop erhielt weitere neue Funktionen: So kann man erstmals Smartcard-Lesegeräte unter beiden Systemen verwenden, ein Administrator darf Benutzer per E-Mail einladen und kann virtuelle Maschinen im Bereitstellungsmodus austauschen. Neu ist außerdem die Möglichkeit, Anwendungen im Einzelanwendungsmodus bereitzustellen (der Nutzer sieht dann nur eine App) und das Portal „My Account“ wurde neu gestaltet.

Preise

Die Anwendung ist weiterhin in vier Varianten verfügbar: Eine unbefristet nutzbare Standard-Version und drei Abo-Versionen. Unverändert bleiben die Preise für die Abo-Versionen Standard, Mac Pro Edition und Business Edition. Ein Jahresabo der Standardversion kostet 79,99 Euro pro Jahr, die Versionen Mac Pro und Business Edition 99,99 Euro. Etwas teurer wurde die unbefristete Lizenz der Standard-Edition, die jetzt 99,99 Euro kostet. Nutzer der unbefristeten Versionen von Parallels 12 oder 13 zahlen für ein Upgrade 49,99 Euro, ein Upgrade auf Parallels Desktop Pro kostet ebenfalls 49,99 Euro. Parallels Toolbox und Parallels Access sind bei den Abo-Versionen ebenfalls mit dabei, bei der unbefristeten Version als Jahreslizenz.

Hinweis: Die Pro- und Standard-Version von Parallels Desktop unterscheiden sich in einer Reihe an Details, so unterstützt die Pro-Version etwa mehr CPU-Kerne.

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