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Parallels Toolbox 3.0: Praktische Hilfe im Alltag

12.11.2018 | 14:26 Uhr |

Mit der Parallels Toolbox 3.0 lassen sich jede Menge praktischer Dinge erledigen, von der Festplattenbereinigung bis zum Download von Internet-Videos.

Es ist schon beeindruckend, was die Parallels Toolbox 3.0 für den Mac in einem einfachen Menü an Werkzeugen für viele praktische Zwecke zu bieten hat. Aufgerufen werden die Tools über ein Menulet in der System-Menüleiste am oberen Bildschirmrand des Macs.

Tools: All in one

In dem Fenster zeigen sich übersichtlich Werkzeuge wie Archivierer (Packen/Entpacken), Bildschirm aufnehmen (auch beispielsweise einen beliebigen Bereich), Kamera, Duplikate suchen oder das Laufwerk bereinigen. Man kann für bestimmte Zeiträume den Ruhezustand verhindern oder den Schreibtisch ausblenden. Versteckte Dateien werden auf einen Klick sichtbar, Apps lassen sich samt zugehörigen Dateien deinstallieren, außerdem kann man Videos oder auch nur Audio aus dem Internet herunterladen und Videos so konvertieren, dass sie passend fürs iPhone werden. Und vieles andere mehr. Unser Screenshot zeigt die Funktionen im Überblick.

Detaileinstellungen und eigene Wünsche

Bei vielen Tools lassen sich außerdem weitere Untermenüs oder Einstellungen aufrufen. Hier wählt man etwa den Bereich aus, von dem man einen Screenshot oder eine Bildschirm-Videoaufnahme erstellen will, etwa den gesamten Bildschirm oder nur einen Teilbereich. Unter dem Stichwort ”Zeit” lassen sich weitere Untertools auswählen wie Alarm, Stoppuhr, Weltzeit, Datumszähler und andere. Möchte man nicht gestört werden, findet man ein Symbol wie vom Hotelzimmer bekannt, dann werden Benachrichtigungen und Dock-Animationen vorübergehend ausgeblendet.

So scheint man für vielfältige Zwecke gerüstet zu sein. Außerdem kann man dem Entwickler eigene Wünsche für weitere Funktionen direkt vorschlagen.

Test: Läuft…

Gut können wir Programme restlos entfernen, Bildschirmaufnahmen machen, Duplikate auch in Fotos aufspüren, welche man dann allerdings manuell prüfen und beseitigen muss. GIFs aus Filmen zu erstellen, klappt auch prima. Den Schreibtisch verstecken wir auf Knopfdruck. Im Präsentationsmodus lassen sich sämtliche Benachrichtigungen und Animationen deaktivieren, Desktop-Dateien ausblenden und verhindern, dass der Mac in den Ruhezustand geht – wichtig, wenn man etwa eine Präsentation aus Powerpoint oder Keynote fährt. Auch hier lässt sich im Detail einstellen, wie man es am liebsten hätte und wie lange der Präsentationsmodus anhalten soll: etwa bis zum Ende des Tages, nur ein paar Stunden oder dauerhaft. Merkt man mit der Zeit, dass man nicht alle Tools benötigt, kann man andere in den Einstellungen auch ausblenden. Praktisch ist, dass die Toolbox die vom Nutzer häufig benutzten Werkzeuge ganz oben in der Liste anzeigt. Und benötigt man ein bestimmtes Tool wirklich regelmäßig, kann man es sich direkt in der Menüleiste des Macs anzeigen lassen. Hilfreich wäre es, eine Suchfunktion zu integrieren, ähnlich den Systemeinstellungen des macOS – dann findet man die gewünschten Tools noch flotter.

Wenige Mängel

Nicht alles läuft perfekt. So kann man beispielsweise unter macOS 10.14 Mojave in Safari leider keine komplette Website (Seiten-Screenshot) aufnehmen, weil die Erweiterung dafür noch nicht angepasst ist. Doch ansonsten gibt es wenig zu meckern. Die Tools werden wie einzelne Programme auch im Dock angezeigt, dort erscheinen sie zumeist als graue Icons. Der Datumszähler dagegen ist rot hinterlegt. So wissen wir nun immer mit einem Blick, wie lange es beispielsweise noch bis Weihnachten dauert …

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Parallels Toolbox 3.0 läuft ab OS X 10.10 Yosemite. Ist man bereits im Besitz von Parallels Desktop, kann man die Toolbox kostenfrei installieren, wie das funktioniert, beschreibt der Entwickler hier . Ansonsten zahlt man für das Abo 20 Euro pro Jahr.

Fazit und Empfehlung

Die Parallels Toolbox ist ohne Zweifel eine praktische Hilfe im Alltag. In manchen Funktionen unterscheidet sie sich aber nur wenig von System-eigenen Angeboten oder Tools, die man als Freeware erhält oder schon in anderen Programmen im Umfang hat. Keine Frage ist es eigentlich, wenn man Parallels Desktop benutzt, dann kann man die Toolbox kostenlos freischalten. Interessant ist, wie sich die Toolbox weiterentwickelt, vielleicht auch aufgrund der Vorschläge von Usern. Der stärkste Vorteil der Werkzeugsammlung ist, dass man zahlreiche Tools übersichtlich von einem Ort aus aufrufen kann. Ob einem das 20 Euro im Jahr wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Immerhin findet man auf der Website zur Toolbox auch Testversionen für Mac und Windows, die man sieben Tage lang kostenfrei ausprobieren kann.

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