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Patent: Airpods bald als Konkurrenz zu Apple Watch?

17.03.2017 | 09:28 Uhr |

Apple will wohl mit den Kopfhörern weit mehr, als jetzt möglich. Drei Patente beschreiben nun biometrische Messung mit Airpods.

Apples AirPods sind zwar gut gelungen, sofern man nicht gerade ein inkompatibles Ohr hat. Dennoch sind sie in ihrer aktuellen Fassung erst ein Anfang, wie drei gestern veröffentlichte Patentanträge zeigen , will Apple die Ohrhörer mit weiteren Sensoren ausstatten und damit quasi zu Wearables machen, die man in der Ohrmuschel trägt. Eine der Schriften legt dar, wie künftige Apple-Ohrhörer den Puls ihres Trägers messen könnten. Das soll wie bei der Apple Watch mittels Licht geschehen, die Methodik setzt dabei auf den Tragus genannten Knorpel unten in der Muschel. Die Leuchtdioden und Sensoren sollen also in unmittelbarer Nähe des Mikrophons der EarBuds angebracht sein. Weitere Sensoren sollen laut des zweiten Dokuments in der Lage sein, den Sauerstoffgehalt des Blutes zu messen oder ein EKG zu erstellen. Ebenso könnten AirPods künftiger Generationen auch die Körpertemperatur messen.

AirPods noch zu unterkomplex

Das mag aber alles noch Zukunftsmusik sein, eine zweite Generation der AirPods könnte aber schon ohne neue Sensoren sich als wesentlich nützlicher als die erste erweisen, meint Macworlds Jason Snell . Denn es sei ein wenig enttäuschend, wie sehr einfach Apple die Bedienung gestaltet hat. Siri mag zwar ein nützliches und vielfältiges Werkzeug sein, nicht immer ist man aber in der Lage oder der Laune, laut mit seinen Kopfhörer zu sprechen. An Gestensteuerung lässt Apple derzeit aber nur zwei zu: Durch Entnahme eines Ohrhörers und wieder Einlegen in die Muschel stoppt die Musik und startet erneut, ein Doppeltipper auf einen AirPod setzt entweder Siri in Gang oder stoppt und startet die Musik.

Apple sichert zwar damit, dass die AirPods nicht einen versehentlichen Wischer als Tap interpretieren und vermeiden damit auch Fehlinterpretationen ob man nun zwei- oder dreimal gedrückt hat, konkurrierende EarBuds wie Bragi The Dash sind aber zu weit mehr Gestenverständnis in der Lage. So macht es bei diesen Hörern einen Unterschied, nicht nur wie oft man tippt, sondern auch auf welche Seite. Sprich: Apple hat für die einfache und unkomplizierte Bedienung war lobenswerter Weise die Komplexität reduziert, könnte seinen Kunden aber durchaus mehr davon zumuten.

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