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Phil Schiller: "Apple-Produkte immer so günstig wie möglich"

11.12.2017 | 15:31 Uhr |

In einem Interview des Magazins ”Stern” äußert sich Apples Marketing-Chef über das iPhone X, Softwarepannen und die Aussichten für AR.

1987 heuerte Phil Schiller erstmals bei Apple an und ist dort heute eine der wichtigsten Manager. Und das beim derzeit wertvollsten Konzern der Welt. Für ihn liegt der Erfolg unter anderem darin, dass Apple sich auf das fokussiere, was sie am besten mit ihren Produkten machen könnten, ohne zu sehr auf die Konkurrenz zu schielen. Dass ein Smartphone wie das iPhone X 1000 US-Dollar, hierzulande bis zu 1319 Euro, kostet, betrachtet er nicht als Problem. Man starte bei Apple nicht mit dem Preis, sondern mit der Frage, welche Technologie man am besten verbaue. Vieles im iPhone X sei komplett neu entwickelt, das äußere sich dann auch im Preis. Eine ”Obergrenze” für den Verkaufspreis gibt es für ihn demnach nicht, aber man versuche, Produkte so erschwinglich wie möglich zu machen. Und man könne ja auch das sehr viel günstigere iPhone SE für knapp 400 Euro erwerben, das nach wie vor als Bestseller gilt. Auch die Apple Watch sei sehr erfolgreich, vor allem, nachdem man sich dem Kundenwunsch entsprechend auf Fitness und Gesundheit konzentriert habe.

Doch auch kritischen Fragen muss sich der Apple-Manager beim Stern stellen. So zu den jüngsten Softwarepannen und zum Teil schweren Sicherheitslücken im macOS oder iOS. Das reichte von unerwünschten Neustarts wegen eines Datumsfehlers im iPhone bis hin zu Schwachstellen beim Standardpasswort auf einem Mac, wo man sich auf allzu leichte Weise zum allmächtigen ”root-Benutzer” bestimmen konnte. Hier zeigt sich Schiller zerknirscht: "Es war nicht unsere beste Arbeit", so Schiller im Interview wörtlich. "Wenn wir einen Fehler machen, müssen wir ehrlich sein. Wir müssen ihn akzeptieren und uns bei den Kunden entschuldigen. Denn das ist nicht das, was sie von uns erwarten. Das ist auch nicht das, was wir von uns erwarten."

Auch bezüglich des Sprachassistenten Siri habe man noch viel Arbeit vor sich. Man arbeite hart daran, natürliche Sprache zu implementieren, sodass man keine speziellen Sprachbefehle benötigt, sondern sich frei äußern kann, was man von dem digitalen Assistenten erwartet.

Besonders große Erwartungen und Hoffnungen hat Apple bekanntlich mit der Augmented Reality (AR). Schiller ist überzeugt, dass AR alles verändern könne: ”Die Art, wie wir spielen, wie wir in der Schule lernen. Wie wir Apps im Berufsalltag verwenden oder in der Schule unterrichten.”

Die Zusammenfassung des Interviews mit teils wörtlich übersetzten Zitaten und weiteren spannenden Details findet sich kostenlos bei Stern online .

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