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Photoshop Elements: Bilder kombinieren wie die Profis

09.03.2017 | 10:04 Uhr |

Mit Photoshop Elements lässt sich aus zwei Bildern eins machen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den verblüffenden Effekt auch als Laie hinkriegen.

Zwei oder mehr Bilder so zu kombinieren, dass daraus ein einzelnes, neues Werk entsteht, braucht Know-How und den Blick für Ästhetik – neben einer Bildbearbeitungssoftware, die Ebenen-Bearbeitung unterstützt, natürlich. Dazu zählen beispielsweise Adobe Photoshop, Photoshop Elements und Pixelmator. Egal, welche Software Sie nutzen, der Prozess des Verschmelzens zweier Bilder ist in allen nahezu identisch. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Photoshop Elements eine italienische Landvilla in ein Glas Rotwein befördern.

Elements XXL: Der Turbo für PS Elements

  1. Starten Sie den Elements-Editor und klicken Sie auf den „Experte“-Button am oberen Rand des Arbeitsplatzes.

  2. Wählen Sie "Datei > Öffnen" und suchen Sie nach dem Bild, das die Basis der Bildkomposition werden soll. In unserem Fall ist es das Weinglas.

  3. Öffnen Sie das Ebenen-Fenster, indem Sie den Ebenen-Button am unteren, rechten Rand des Arbeitsplatzes anklicken.

  4. Wenn das Bild gedreht werden muss, klicken Sie auf "Bild > Transformieren > Frei transformieren". Platzieren Sie den Mauszeiger an einer der markierten Ecken und drehen Sie das Bild in die korrekte Position, sobald ein kurviger Pfeil erscheint. Wenn Sie mit dem Drehen fertig sind, klicken Sie auf das grüne Häkchen unter dem Bild, um die Änderungen zu akzeptieren.

  5. Fügen Sie dem Bild nun ein weiteres Bild hinzu, indem Sie auf "Datei > Platzieren" klicken. Wählen Sie das passende Motiv von Ihrer Festplatte aus und klicken Sie abschließend auf „Platzieren“.

  6. Wenn sich das Bild öffnet, versieht PS Elements es mit Markierungen zur Größenanpassung. Wenn Sie die Größe also verändern wollen oder müssen, tun Sie das jetzt. Ziehen Sie das Bild wenn nötig auch an die richtige Position im Hintergrundbild. Ein Klick auf das grüne Häkchen bestätigt ihre Änderungen.

Schritt 1: Die Komponenten werden - wenn nötig - gedreht und angepasst.
Vergrößern Schritt 1: Die Komponenten werden - wenn nötig - gedreht und angepasst.
© Macworld.com

Farben anpassen und vermischen

Um einen Teil eines Bildes zu verstecken, können Sie eine Ebenenmaske benutzen. In unserem Fall wollen wir den Himmel über der Villa loswerden. Manchmal ist es einfacher, den Teil zu markieren, den Sie loswerden wollen und die Auswahl am Ende umzukehren, um das zu behalten, was Sie wollen.

Schritt 2: Eine Ebenenmaske wird eingefügt
Vergrößern Schritt 2: Eine Ebenenmaske wird eingefügt
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  1. Aktivieren Sie die korrekte Ebene und starten Sie das Schnellauswahl-Werkzeug (im Bild markiert).

  2. Passen Sie im Optionen-Panel unten ggf. die Pinselstärke an und setzen Sie ein Häkchen im Kasten „Automatisch verbessern“.

  3. Bewegen Sie Ihren Mauszeiger zurück ins Bild und klicken, bzw. klicken und ziehen Sie über den Bereich, den Sie verstecken wollen (den Himmel). Die Größe des Areals, das Elements automatisch auswählt, ist dabei abhängig von der eingestellten Pinselgröße.

  4. Kehren Sie die Auswahl nun um, indem Sie in der Menüleiste oben aus Auswahl > Auswahl umkehren klicken. Fügen Sie dann eine Ebenenmaske über das Ebenen-Panel rechts hinzu (das kleine Quadrat-Symbol mit dem Kreis in der Mitte). Damit versteckt Elements die ausgewählten Bereiche.

  5. Nun müssen Sie noch die Farben anpassen, damit die eine Ebene aussieht, wie die andere. Klicken Sie dazu auf das schwarz-weiße Kreis-Symbol im Ebenen-Panel rechts und wählen Sie „Farbton/ Sättigung“. Im neu geöffneten Panel setzen Sie ein Häkchen bei „Färben“ (im Bild markiert) und passen Sie den Farbton im Slider nach Ihrem Geschmack an. Mit dem Schieberegler bei „Sättigung“ können Sie die Farbintensität einstellen. Um die Farbeinstellung auf eine der beiden Ebenen zu begrenzen, klicken Sie im Farbton-Panel auf das kleine, weiße Quadrat im unteren, linken Fenster-Eck. Nun würde sich eine Farbänderung in unserem Fall nur noch auf das Bild der Villa auswirken.

Schritt 3: Die Farben der Bilder werden einander angepasst
Vergrößern Schritt 3: Die Farben der Bilder werden einander angepasst
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Sie können auch einen anderen Blenden-Modus auswählen, um festzulegen, wie die einzelnen Ebenen miteinander verschmelzen oder sich gegenseitig überblenden. In unserem Bild wollen wir möglichst viel von der Rasenfläche vor der Villa verschwinden lassen. Deshalb markieren wir zunächst die Ebene des Villenbilds und wählen oben aus dem Dropdown-Menü im Ebenen-Panel die Option „Dunklere Farbe“. Dieser Modus betrachtet die einzelnen Farben der Komposition und behält nur die dunkelsten Töne bei – Farben werden dabei nicht vermischt.

Photoshop Elements 15: Neue Bildbearbeitungs-Features

Der Wein im Glas ist farblich dunkler als die meisten Bereiche des Villen-Vordergrunds. Zwar geht bei diesem Ebenen-Modus trotzdem ein kleiner Teil verloren, doch das ist schnell wieder repariert.

  1. Wählen Sie im Ebenen-Menü die Maske aus, die Sie zuvor eingefügt haben und aktivieren Sie das Pinsel-Werkzeug in der Toolbox links.

  2. Werfen Sie einen Blick auf die Hinter- und Vordergrundfarbe links unten in der Toolbox und setzen Sie sie mit einem Druck auf die D-Taste zurück. Nun sollten sich hier wieder die Ursprungsfarben schwarz und weiß befinden. Drücken Sie dann die X-Taste, um die Farben umzukehren (sodass Schwarz die Vordergrundfarbe ist und Weiß im Hintergrund).

  3. Wählen Sie im Tool-Optionen-Panel nun einen weichen Pinsel aus, passen Sie die Pinselstärke an und setzen Sie die Deckkraft auf 100 Prozent. Bewegen Sie den Mauszeiger wieder zum Bild und malen Sie über die Bereiche, die Sie verstecken wollen.

Schritt 4: Durchs Verblenden verschmelzen die 2 Bilder miteinander
Vergrößern Schritt 4: Durchs Verblenden verschmelzen die 2 Bilder miteinander
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Texturen hinzufügen

Texturen sind ein großartiges Mittel, um mehrere Bilder wie ein einzelnes aussehen zu lassen – und Elements bringt davon gleich einige mit.

  1. Um auf Texturen zuzugreifen, klicken Sie auf den Button „Grafiken“ unten rechts im Arbeitsbereich und scrollen Sie durch die Liste, bis Ihnen ein Stil gefällt (Wir haben „Staubig“ verwendet). Ein Klick auf die gewünschte Grafik lädt sie herunter und fügt Sie Ihrem Bild hinzu.

  2. Klicken Sie unten dann wieder auf den Ebenen-Button, um zu Ihrem Ebenen-Panel zurück zu gelangen. Ziehen Sie die neu hinzugefügte Textur an oberste Stelle in ihrem Ebenen-Stapel.

  3. Markieren Sie die Textur im Ebenen-Panel. Wählen Sie über das Dropdown-Menü oben einen neuen Modus aus Wenn die Textur für Ihre Komposition zu dunkel erscheint, schrauben Sie an den Deckkraft-Einstellungen am oberen Rand des Ebenen-Panels.

  4. Wenn Sie mit der Komposition zufrieden sind, prima. Wenn nicht, schrauben Sie weiter an den Farbeinstellungen mit einem Doppelklick auf die Farbton-/Sättigungs-Ebene im Panel. Experimentieren Sie mit verschiedenen Blendenmodi für jede Ebene, bis Ihnen das Ergebnis gefällt.

Hier unser finales Ergebnis:

Das fertige Bild
Vergrößern Das fertige Bild
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Sie sehen: Eine gute Komposition braucht Zeit, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bis zum nächsten Mal: Möge die kreative Macht mit Ihnen sein.

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