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Photozoom Pro 7: Verlustfreies Vergrößern

08.02.2017 | 14:15 Uhr |

Bilder verlustfrei zu vergrößern oder auch zu verkleinern, das soll Benvistas Spezialist Photozoom Pro 7 jetzt noch besser können.

Seit geraumer Zeit testen wir die jeweils neueste Version von Photozoom (PZ) Pro, zuletzt im Oktober 2014 mit der 6er-Ausgabe . Diese war damals schon recht ausgefeilt und schnitt mit einem guten Ergebnis ab – der aktuelle Algorithmus hieß bereits S-Spline Max und arbeitete noch einmal sichtlich besser als der Vorgänger S-Spline XL, der ebenso wie der ursprüngliche Algorithmus S-Spline noch im Angebot der Software enthalten ist.

Unterschiede bei den Versionen kaum erkennbar

Vorwiegend interessierte uns nun, ob die aktualisierte Ausgabe tatsächlich noch einmal einen Vorteil bringt – und ob sich ein Upgrade für Lizenzinhaber lohnt, denn günstig ist die Software nicht gerade. Dazu haben wir relativ kleine Bilder aus der Digitalkamera-Vergangenheit genommen und diese sowohl mit Version 6 als auch der neuen Version 7 auf eine Druckauflösung von mindestens 200 dpi hochskaliert und das Resultat miteinander verglichen. Außerdem haben wir uns das analoge Ergebnis mit Photoshop Elements 15 angesehen.

Da sich offenbar am Algorithmus bei PZ Pro 7 selbst nichts geändert hat oder dieser speziell verbessert wurde, ist das Ergebnis relativ ernüchternd – große Unterschiede konnten wir zwischen Photozoom Pro 7 und 6 nicht feststellen. Gegenüber den Vergrößerungen mit oder ohne zusätzlicher Schärfung (etwa durch Unscharfmaskierung) mit Photoshop Elements zeigte das Programm von Benvista , das hierzulande durch den Franzis-Verlag vertrieben wird, wie früher sichtbare Vorteile: Strukturen und Objekte sind im Ergebnis mit PZ Pro 7 besser als mit dem Adobe-Bildprogramm allein. Nur bei Schriften zeigt Photoshop Elements bisweilen markantere Ergebnisse, abhängig aber auch vom Bildmotiv. Hier stellen wir bei etwas geringerer Schärfe dafür einen leicht besseren Umgang mit JPEG-Artefakten und dem Bildrauschen fest.

Wenige neue Filter

Zu den Neuerungen in Photozoom Pro 7 gehören neue Filter wie Schatten aufhellen oder Überbelichtung korrigieren. PSD-Formate lassen sich jetzt auch in der Standalone-Version öffnen, außerdem ist jetzt direktes Drucken möglich. Als Plug-in funktioniert Photozoom Pro 7 nun auch in Lightroom und mit den Photoshop-Varianten. Multiprozessor-Unterstützung und Stapelverarbeitung kennt man schon, diese sollen optimiert und erweitert worden sein. Irritiert sind wir durch gelegentliche Bildaussetzer bei der Darstellung, wenn man in der Ansicht Vorher/Nachher umschaltet. Dann sehen wir manchmal nur eine weiße Fläche statt der Fotos. Durch Hin-und-Her-Schalten zwischen den Ansichten lässt sich das zum Glück schnell beheben, ein Update für diesen offensichtlichen Fehler wäre hier trotzdem angebracht.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Als Systemvoraussetzung gibt der Anbieter mindestens OS X 10.7 an, für die Plug-in-Version zusätzlich Adobe Photoshop ab CS3, Adobe Photoshop Elements ab Version 6, Integration in Adobe Lightroom ab Version 5. Eine Demoversion mit Wasserzeichen ist erhältlich. Außerdem gibt es eine Version, die auch unter Windows (ab Windows 2000) läuft. Bei den Kosten hat sich wenig getan – eine komplett neue Vollversion, per Download oder als CD-Box, belastet den Geldbeutel mit 159 Euro. Das lohnt sich nur für häufige und zumindest semi-professionelle Anwendung. Ist man schon Lizenzinhaber, schlägt ein Upgrade auf die neue Pro-Version mit 60 Euro zu Buche.

Fazit und Empfehlung

Wer häufig mit Vergrößerungen von Bildern etwa aus dem Internet zu tun hat und diese druckfähig machen will, findet in Photozoom Pro 7 ein spezialisiertes Tool, das gute Dienste leistet. Der Preis freilich dafür liegt recht hoch – ein Upgrade lohnt sich nur, wenn man auf die zusätzlichen Funktionen zugreifen möchte. Die Schärfewirkung dagegen ist auch schon in Version 6 ausgezeichnet.

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