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PIN-Sperre beim iPhone lässt sich umgehen

03.10.2018 | 10:05 Uhr | Michael Söldner

Mit 37 Schritten konnte ein Youtuber die PIN-Sperre auf einem iPhone umgehen, um Fotos und Kontakte anzuzeigen.

Grundsätzlich gelten iOS-Geräte als sicher. Doch immer wieder finden Forscher Möglichkeiten, die Sperrung des iPhone zu umgehen. Der  Youtuber Jose Rodriguez  konnte den Sperrbildschirm an einem iPhone mit iOS 12 trotz PIN-Sperre zumindest teilweise aushebeln, um sich Fotos und Kontakte anzuschauen. Dazu waren weder spezielle Programme noch teure Werkzeuge nötig:  Nach 37 Schritten war Rodriguez am Ziel. Bis dahin mussten zahlreiche Sprachbefehle eingesprochen und das Gerät mit Tasteneingaben manipuliert werden. In wenigen Minuten sei dies jedoch problemlos möglich.

Angreifer müssten das iPhone hierfür jedoch in einem ungestörten Moment in die Finger bekommen. Sowohl in iOS 12 als auch in der Beta von iOS 12.1 war der Hack möglich. Sogar das neue iPhone XS gab bereitwillig die darauf gespeicherten Fotos preis. Die Kamera für Face ID musste für den Vorgang lediglich abgeklebt werden. Unterbunden werden kann der Angriff durch ein Deaktivieren der Sprachassistentin Siri im Sperrbildschirm. Dies sollte helfen, bis Apple ein entsprechendes Update für iOS veröffentlicht. Angekündigt wurde dieses jedoch noch nicht. Apple dürfte aber sicherlich auf den Hack aufmerksam geworden sein und wie gewohnt schnell reagieren. Rodriguez ist ein alter Bekannter, schon 2015 und 2016 nutzte er Siri dazu, um Fotos auf einem gesperrten iPhone anzuzeigen. Die Funktion sorgt auf dem Sperrbildschirm also immer wieder für Sicherheitsprobleme.

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