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Platoon: Apple Music könnte Netflix-ähnliches Angebot planen

10.12.2018 | 09:48 Uhr | Thomas Hartmann

Nachdem Apple das Londoner Startup Platoon erworben hat, gehen die Spekulationen los, was Apple damit im Sinn haben könnte.

Apple hat das aus London stammende Musikproduktions-Startup Platoon gekauft. Das kleine Unternehmen entdeckt und fördert Künstler, indem es diesen die Möglichkeit geben, ihre eigene Musik umzusetzen und Kontakte mit Labels zu knüpfen. Welchen Preis Apple dafür bezahlte, ist unklar.

Mashable   hat sich nun Gedanken gemacht, wohin diese Akquisition Apple führen könnte. Immer noch hängt Apple Music der Konkurrenz von Spotify klar hinterher. Während der Musikanbieter aus Schweden mit Stand Juni 2018 über 83 Millionen zahlende Abonnenten hat, kann Apple Music lediglich auf 50 Millionen Abonnenten schauen (Stand Mai 2018). Da nun auch die iPhone-Verkäufe offenbar nachlassen, beabsichtigt Apple offenbar, noch stärker in die eigenen Serviceangebote zu investieren, wie etwa iCloud oder eben Apple Music. Die Idee könnte sein, exklusive Streaming-Musikangebote bei Apple Music zu machen, so wie auch Netflix selbst produzierte Serien nur auf dem eigenen Kanal anbietet. Dies könnte bei Apple Music zumindest für den Start der neuen Tracks gelten. Es würde die Verbundenheit mit Apple Music und den Wunsch, exklusive Inhalte verfügbar zu haben, bei den Kunden möglicherweise erhöhen.

Dass Apple Music zuletzt eine breitere Basis sucht, zeigt auch die Tatsache, dass der Musikdienst aus Cupertino nun auch auf Amazon Echoes verfügbar ist, vorher klappte das nur mit Apples eigenem Smartspeaker, dem Homepod. Außerdem ist jetzt auch eine Android-App für Tablets erhältlich , wenn auch noch im Beta-Stadium. Eine Android-App für Smartphones gab es übrigens seit Anfang an, nach Angaben von Google Play Store wurde die App mehr als 10 Mio. Mal heruntergeladen. Dennoch glaubt Raymond Wong, der Autor des Artikels bei Mashable, nicht daran, dass Apple lediglich auf Software und Service setzen will, sondern langfristig trotz der Öffnung die Kunden an die eigene Hardware binden möchte, wo der Meinung des Herstellers nach durch das Angebot aus einer Hand auch alles am besten zusammen funktioniert.

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