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PocketDefi: Lebensretter zum Mitnehmen

06.10.2017 | 12:10 Uhr | Peter Müller

Gegen den plötzlichen Herztod hilft nur Reanimation. Wohl dem, der einen Defibrillator in der Nähe hat.

Ein Team aus Ingenieuren und Medizinern hat einen Defibrillator für unterwegs entwickelt und stellt diesen auf der Crowdfunding- Plattform Indiegogo vor. Der PocketDefi soll wie die stationären Defibrillatoren an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen auch von Laien bedienbar sein und mit einfachen Sprachanweisungen den Lebensrettern erklären, wie sie Personen, die einen Herzstillstand erlitten haben, mit Elektroschocks wieder zurück ins Leben helfen.

Der PocketDefi ist nach Angaben der Entwickler mit 5 cm mal 8 cm mal 10 cm etwa um 75 Prozent kleiner als herkömmliche Defibrillatoren und ist somit leicht transportabel. Eine App überwacht die Funktionstüchtigkeit des Medizingeräts und weist etwa den Nutzer darauf hin, wenn der Akku neue Ladung benötigt oder die Elektroden ausgetauscht werden müssten. Die Funktion ist auch ohne App gewahrt.

Mit dem ersten Funding-Ziel von 100.000  Euro wollen die Entwickler die medizinische Zulassung finanzieren, diese könnte bis Ende 2018 erteilt sein und das Gerät dann auf den Markt kommen. Weitere mögliche Entwicklungen  sind Sprachpakete für Frankreich, Spanien, Italien und die Niederlande, wenn mehr 350.000 Euro zusammenkommen, bekommt der PocketDefi einen Proximity Alert, mit dem ein Gerät in einem Notfall weitere Defibrillatoren in der Nähe alarmieren kann.

(Update vom 5.10.) Die allerersten Unterstützer hatten bereits die Möglichkeit Ihr Gerät für € 399 vorzubestellen. Dieses Paket war aufgrund des großen Interesses innerhalb weniger Minuten vergriffen. Aktuell sind noch Pakete ab € 449 zu haben, wobei der reguläre Verkaufspreis des PocketDefi € 699 betragen wird. Mit der Crowdfundingaktion wird das Team dabei unterstützt, den PocketDefi für die Medizinproduktezulassung vorzubereiten und das Gerät damit markttauglich zu machen. Voraussichtliche Auslieferung des Produktes ist Ende 2018.

(Update vom 6.10.) Die erste Schwelle im Crowdfunding ist erreicht, 100.000 Euro binnen 48 Stunden von rund 200 Unterstützern eingesammelt. Die Zulassung des PocketDefi ist damit finanziert, nächstes Ziel ist es, weitere Sprachpakete entwickeln zu können, dafür benötigen die Erfinder weitere 250.000 Euro.

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