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Qualcomm: Nur noch Intel-Modems in kommenden iPhones?

30.07.2018 | 11:33 Uhr | Stephan Wiesend

Laut Qualcomm wird Apple in den kommenden iPhones keine Modems von Qualcomm mehr verbauen.

Trotz vieler juristischer Auseinandersetzungen hat Apple in seinen iPhones immer Modems von Qualcomm verbaut, erst in den neueren Modellen kamen teilweise LTE-Modems vom Konkurrenten Intel hinzu. Wie jetzt Qualcomm in einer Telefonkonferenz zu seinem dritten Gesch├Ąftsquartal berichtet, wird sich dies ├Ąndern. In seiner f├╝r diesen Herbst erwarteten iPhone-Baureihe soll Apple laut Qualcomms CFO George S. Davis komplett auf Qualcomm-Modems verzichten. Man kann annehmen, dass Apple dann auf den Hersteller Intel setzen wird. F├╝r ├Ąltere Modelle wird das Unternehmen aber weiterhin Module liefern und der Hersteller vertraut auf seine technologische F├╝hrung.

Qualcomm weist auch immer wieder darauf hin, dass seine LTE-Modems leistungsf├Ąhiger als die der Konkurrenz seien, was Messungen Dritter best├Ątigen. Die Firma erwartet deshalb, dass Apple bald wieder ein Kunde werden wird. Interessant: Bei kleineren Zulieferern hat eine solche Ank├╝ndigung bereits hohe Verluste an der B├Ârse ausgel├Âst. Angesichts guter Gesch├Ąftszahlen stieg die Aktie von Qualcomm dagegen sogar um etwa vier Prozent.

Update, 30. Juli: Baut Apple nur noch Modems von Intel und nicht mehr von Qualcomm ein, k├Ânnte das, abgesehen von Performanceunterschieden, aber ein gro├čes Plus f├╝r iPhone-Kunden sein, erkl├Ąrt Jason Cross auf Macworld . Denn bisher setzt Apple in L├Ąndern mit CDMA-Netzen, also vorwiegend in den USA, China und Indien, die Chips von Qualcomm ein und in anderen L├Ąndern die von Intel. Wenn der neue Intel-Chip aber XMM 7560 aber ausreichend viele Netze der Carrier abdecke, k├Ânne diese Unterscheidung entfallen und Apple weltweit nur ein iPhone anbieten. Kunden m├╝ssten sich keine Sorgen machen, ob sie damit den Provider wechseln oder im Ausland telefonieren k├Ânnten. Bisherigen Nutzern von mit Qualcomm-Modems ausgestatteten iPhones w├╝rde auch nichts weggenommen, denn Apple sch├Âpft deren Leistungsf├Ąhigkeit nicht aus, um so keine unterschiedlich schnellen iPhones im Portfolio zu haben.

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