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Regelmäßige Backups nutzen - und stören nicht

07.09.2017 | 13:33 Uhr | Peter Müller

Datenverlust muss nicht sein und je regelmäßiger man Backups anfertigt, umso sicherer ist man davor.

Backups sind wichtig, keine Frage, aber würde es nicht reichen, sie manuell selbst ab und an anzustoßen, wenn der Rechner gerade nicht so viel zu tun hat, anstatt auf die Automatismen von Time Machine und Konsorten zu setzen? Nein, meint unser Macworld-Kollege Glenn Fleishman , nur automatische, regelmäßige Backups verhindern zuverlässig Datenverlust und dass man seine Arbeit zweimal oder noch öfter machen muss, weil mal wieder ein Programm abgeschmiert ist. Die Hauptsorge der Backup-Verweigerer: Die automatische Sicherung würde unnötig die CPU belasten und den Rechner daher langsam werden lassen.

Da aber Time Machine und andere Services immer nur inkrementell sichern, fallen während des Normalbetriebes nicht einmal besonders viele Daten an. Zudem achtet die Software darauf, sich eben nicht zu viel Leistung des Prozessors abzuzwacken und vor allem dann aktiv zu werden, wenn andere Prozesse ruhen. In Backupsoftware lassen sich meist Zeitintervalle für die Sicherung einstellen, einzig bei Time Machine ist das ab Werk nicht vorgesehen. Hierfür benötigt man die Donationware Time Machine Editor , die auch andere Intervalle als die vorgegebene eine Stunde einzustellen vermag.

Keine Angst vor Ransomware

In speziellen Fällen sind Backups Retter in der Not, aber unter Umständen vom gleichen Schaden betroffen: Wenn eine Malware die Daten verschlüsselt und sie nur gegen Zahlung eines Lösegeldes zu entschlüsseln verspricht. Wie in allen  anderen Erpressungsfällen auch, darf man dieser nicht nachgehen und muss die Zahlung verweigern - die Daten bleiben dann zwar auf alle Zeit verschlüsselt, wenn man aber ein sauberes Backup hat, kann man sie aus diesem wiederherstellen. Noch ist Ransomware auf dem Mac kein großes Thema. Wenn nun aber eine speziell auf macOS ausgerichtete Attacke Daten verschlüsselte und nur gegen Lösegeld freigeben würde, wie sähe es dann mit unseren Backups aus? Glenn Fleishman weiß zu beruhigen. Online-Backups sollten sicher sein und das betroffene System aus einem Snapshot von vor dem Angriff ohne Weiteres wieder herstellen lassen. Auch bei Time-Machine-Backups wird man nicht viel befürchten müsse, zur Not aber zu Zuständen zurückkehren müssen, die man weit vor den ersten Symptomen hatte. Einzig Klone des Systems können ebenso der Verschlüsselung zum Opfer gefallen sein, in diesem Fall wäre es von Vorteil, wenn man auf mehreren unterschiedlichen Platten zeitlich weiter auseinander liegende Klone pflegt. Grundsätzlich gilt: Lieber ein Backup mehr anlegen, als im Ernstfall eines zu wenig haben.

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