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SAR-Werte des iPhone X: Niedriger als beim iPhone 7

06.10.2017 | 09:29 Uhr | Stephan Wiesend

Eine neue Veröffentlichung zeigt, dass sich der SAR-Wert des iPhone X im Rahmen hält und ist sogar niedriger als beim iPhone 7.

Einige Kritik erregten beim Erscheinen des iPhone 7 dessen relativ hohen SAR-Werte. Bei der Specific Absorption Rate misst man die von einem Handy ausgesendete maximale Energie, die 1 und 10 Gramm Körpergewebe aufnehmen. Bei der in den USA üblichen Messung prüft man die Aufnahme durch ein Gramm Gewebe, in der EU sind 10 Gramm üblich. Bei einem Gramm lagen die Werte des iPhone 7 mit 1,19 und 1,20 (jeweils W/kg gemessen am Kopf und Körper) hoch, sehr hoch aber bei 10 Gramm Gewebe (EU-Norm): 1,37 und 1,39. Im Vergleich zu anderen Smartphones sind diese Maximalwerte recht hoch, wenn sie auch problemlos unter dem erlaubten Maximalwert von 1,6 W/kg (für 1g) und 2,0 W/kg (10g) bleiben. Als strahlungsarm gelten dagegen Geräte mit unter 0,6 W/kg
Auch für das iPhone X liegen jetzt die SAR-Werte der amerikanischen Behörde FFC vor . Beim iPhone X bzw. dem Modell A1902 betragen die maximalen Messwerte 1,12 und 1,19 (1 g). Die Werte für 10 Gramm liegen laut iGeneration bei guten 0,98 W. Sie sind damit sogar niedriger als beim neuen iPhone 8 Plus Beim neuen Plus-Modell liegen sie bei 1,19 /1,19 (1 Gramm) und 0,94/0.99 (10 Gramm). Je nach Modem liegen die Werte auch niedriger. Schade: Die Werte des iPhone 8 (ohne Plus) entsprechen etwa dem iPhone 7 und liegen bei 1,20/1,13 (1 g) und 1,35/1,36 (10g).

Warum der SAR-Wert allerdings umstritten ist: Er misst die Strahlung bei maximaler Sendeleistung, die ein Handy nur selten wählen muss. Noch schlechter: Hat ein Handy schlechte Empfangseigenschaften, muss es ständig eine hohe Sendeleistung nutzen. Trotz niedrigem SAR-Wert kann es dann eine hohe Strahlungslast erzeugen. Das ist auch der Grund, weshalb so genannte SAR-Schutzhüllen die Strahlungsbelastung sogar steigern können. Will man die Strahlungslast von mehreren Smartphones vergleichen, bleiben nur langwierige und teure Labortests übrig, die kaum noch ein Magazin durchführt. Die Tester der Fachzeitschrift Connect errechnen etwa aus dem SAR-Wert und der Sendeleistung einen so genannten connect-Strahlungsfaktor.

Was wir schon bei einem Artikel zum iPhone 7 empfahlen, gilt aber auch bei den neuen iPhones: Sinnvoller als der Kauf eines Handys mit niedrigem SAR-Wert ist für Intensiv-Telefonierer die Nutzung eines Headsets. Selbst Geräte mit Bluetooth haben in der Regel einen deutlich niedrigeren Strahlungswert als jedes Handy.

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