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Schwacher US-Dollar kann Apple zum Export-Weltmeister machen

24.05.2017 | 13:19 Uhr

Der US-Dollar ist nach einer langen Stärkephase im Sinkflug begriffen. Das kommt Apple durchaus zupass.

Eine Steuerreform, die es Apple ermöglichen würde, sein im Ausland geparktes Geld einigermaßen unbesteuert in die USA zurück zu führen, wird es so schnell nicht geben, zumindest nicht in diesem Jahr. Apple kann indes von einem schwächelnden US-Dollar profitieren, bei sinkenden Kursen würde Apple im Ausland effektiv mehr Geld in Fremdwährung einnehmen, analysiert AppleInsider . Darüber hinaus bietet die Dollarschwäche die Möglichkeit, im Ausland die Preise zu senken, was wiederum den Umsatz ankurbeln könnte.

In den 10-Q-Berichten an die US-Börsenaufsicht SEC hatte Apple seit 2014 immer wieder betont, welch negative Auswirkungen ein starker US-Dollar auf das Geschäft im Ausland habe. Mit der Schwäche von Fremdwährungen würde Apple entweder weniger in US-Dollar einnehmen oder sei gezwungen, die Preise in Euro, Pfund, Yuan und anderen zu erhöhen, was wiederum den Absatz schädige. Besonders deutlich war das etwa seit der Brexit-Entscheidung vor fast einem Jahr und der darauf folgenden Schwäche des britischen Pfunds. Apple erhöhte daraufhin die Preise einiger Macs um bis zu 20 Prozent und die Tiers im App Store um bis zu 25 Prozent. Gegenüber dem US-Dollar hatte auch die chinesische Währung im Jahr 2016 deutlich nachgelassen, was auf die Bilanz des Mac-Herstellers Einfluss hatte.

Nun könnte der gegenteilige Effekt eintreten, der Euro kostet derzeit etwa 1,12 US-Dollar und steht damit auf dem höchsten Stand seit einem halben Jahr.  Die Schwäche von Pfund und Renminbi hat Apple in jüngster Vergangenheit aber auch nutzen können, etwa für sein neues europäisches Hauptquartier in der Battersea Power Station in Chelsea oder neue Apple Stores in China.

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