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Seltenes Steve-Jobs-Autogramm versteigert

23.10.2017 | 13:13 Uhr |

Die Autogramme von Steve Jobs sind rar – der Apple-Mitbegründer hatte immer eine Ausrede parat.

Nach Apple war vor Apple, was Steve Jobs betrifft. Und dazwischen lag für ihn seine Firma Next Computer. Das dort entwickelte Betriebssystem wurde seit 1996 immerhin Grundlage für das heute noch aktuelle macOS. Die Next-Workstations galten als ihrer Zeit deutlich voraus, aber richtig Verbreitung außerhalb wissenschaftlicher Kreise fanden sie schon wegen des hohen Preises nicht. Und so konnte es Steve Jobs wohl nur recht sein, dass ein Magazin wie Newsweek ihn im Oktober 1988 ganz groß auf der Titelseite herausbrachte, damals noch mit Hemd und Krawatte lässig auf seinen aktuellen Computer gelehnt, und ihn bewundernd als ”Mr. Chips” bezeichnete: Steve Jobs bringe das ”Wow”-Gefühl auf die Computer zurück.

Der damalige Chef von Next Computer dürfte recht geschmeichelt gewesen sein und ließ es sich schon von daher nicht nehmen, ein Exemplar handschriftlich zu signieren, und zwar mit den Worten: "Steven Jobs, I love manufacturing”… und brachte diese Unterschrift mit dem Titel ”Computers” in Verbindung, sodass er es also liebt, Computer herzustellen. ”Steven” ist tatsächlich sein korrekter Vorname.

Geschehen ist dies ebenfalls im Oktober 1988, als Steve Jobs einen Besuch bei Lotus Development Corporation in Cambridge (Massachusetts) abstattete. Die Leiterin der Einkaufsabteilung namens Diane Williams, die mit Lotus zusammenarbeitete, bedrängte den Computerpionier bei der Präsentation förmlich, als dieser von der Bühne herunterkam und ihm den Stapel von Magazinen zeigte, die mit ihm zu tun hatten. Die Aufforderung, eines zu signieren, wies er zurück mit der Bemerkung, er gebe keine Autogramme. Doch Williams forderte ihn auf, etwas ”aus dem Herz heraus aufzuschreiben”. Da soll Steve Jobs über beide Ohren gelächelt und die erwähnten Worte aufgeschrieben haben.

Solche Autogramme von Steve Jobs sind extrem selten, kommentiert Bobby Livingston, Executive VP bei RR Auction. Ganz besonders in Kombination mit einem Bild von Jobs. Daher verspricht man sich gute Chancen, für das Magazin, das damals zwei US-Dollar kostete, bei der heutigen RR-Auktion in Boston einen angemessenen Preis zu erzielen. Zu Beginn des Jahres konnte ein von Steve Jobs signiertes Poster zur  NeXTWorld Expo in San Francisco 1992 immerhin knapp 20.000 US-Dollar erzielen und 2013 brachte eine Auktion mit einem von Steve Jobs unterschriebenen Vertrag von 1978 sogar mehr als 40.000 US-Dollar. Nähere Infos zur Auktion gibt es hier , diese läuft noch bis zum 26. Oktober.

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