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Sexistische Sprachassistenten? Nicht mit Siri!

22.02.2017 | 15:45 Uhr |

Sexismus und Technik – passt das zusammen? Eine neue Studie soll genau das belegen. Schuld daran sind jedoch nicht etwa Sprachassistenten wie Alexa, Cortana oder Siri, sondern die Nutzer selbst.

Laut dem Wall Street Journal sollen neue Studien belegen, dass Geschlechtervorurteile die Auswahl der Stimme von intelligenten Sprachassistenten beeinflussen. Diesbezüglich habe eine Universität im US-Bundesstaat Indiana herausgefunden, dass sowohl Männer als auch Frauen eine weibliche Stimme bevorzugen und diese als einladend, warm und angenehmer empfinden.

Eine Studie der Stanford Universität belegt darüber hinaus, dass die Stimmwahl je nach Themengebiet unterschiedlich sei. Demnach wird eine männliche Stimme vor allem bei technischen Themen bevorzugt, wohingegen eine weibliche Stimme gewählt wird, wenn es sich um Themen wie Liebe und Beziehungen handelt. Interessanter Weise empfinden dies Männer und Frauen gleich.

Ein möglicher Grund für dieses Verhalten könnte historischer Natur sein, da in der Vergangenheit der Beruf des Assistenten oder der Assistentin überwiegend mit Frauen besetzt wurde. Offenbar sind Microsoft und Amazon in eigenen Studien zu demselben Ergebnis gekommen, weshalb Alexa, Cortana, aber auch der Google Assistant nicht nur weibliche Stimmen haben, sondern erst gar nicht die Möglichkeit bieten, bei Bedarf auf männliche Stimmen zu wechseln.

Siri bildet dahingehend jedoch eine Ausnahme. Auch wenn in den meisten Ländern die weibliche Stimme von Vornherein eingestellt ist, kann dies über die Einstellungen leicht geändert werden, sodass eine männliches Siri auf Abruf bereitsteht. Gehen Sie dafür lediglich auf Einstellungen > Siri > Siri-Stimme und wählen Sie männlich aus. Im arabischen Sprachraum, auf Französisch, Niederländisch und Britisch Englisch ist auf den iOS-Geräten sogar die männliche Stimme als Standard aktiviert. 

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