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Sicherheitslücken in Software erreichen 2017 Höchstwert

26.01.2018 | 16:26 Uhr | Stephan Wiesend

Laut Hasso Plattner Instituts ist die Zahl von Sicherheitlücken auf einem Höchststand, Hersteller wären nun in der Pflicht.

Ganze 11 023 Meldungen von Softwareschwachstellen hat das Hasso Plattner Institut (HPI) im Jahr 2017 gemessen – 2016 waren es noch 8093 Schwachstellen, 2015 nur 7682 Sicherheitslücken. Vor allem bei Sicherheitslücken mit mittlerem Schweregrad (entsprechend CVSS-Score) sei der Anstieg mit 51 Prozent sehr hoch, aber auch bei schweren Sicherheitslücken gäbe es eine Zunahme von 17 Prozent. Laut HPI-Direktor Professor Dr. Christoph Meinel ist dieser Anstieg alarmierend, da immer mehr Bereiche des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben von Software-Lösungen abhingen. Umso wichtiger wären deshalb regelmäßige Updates und der Verzicht auf  Systemen, für die es keine Updates mehr gibt. So wäre Windows XP noch auf Millionen auf Rechner installiert, zusätzlich gebe es aber auch immer mehr internetfähige Geräte in Privathaushalten und Fabriken, bei denen die Nutzer oft keinen Zugriff auf die Software hätten. Meinel empfiehlt deshalb, dass Hersteller rechtlich verpflichtet werden, grundlegende Sicherheitsstandards für Hard- und Software einzuhalten.

Die Zahl der Sicherheitslücken ist kontinuierlich gestiegen.
Vergrößern Die Zahl der Sicherheitslücken ist kontinuierlich gestiegen.
© Hasso-Plattner-Institut

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