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Siri mischt sich in Parlamentsdebatte ein

04.07.2018 | 10:07 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Zwar sind im britischen Parlament Smartphones erlaubt, diese müssen aber auf lautlos gestellt sein. Das klappt nicht immer.

Miss Verständnis: Im britischen Unterhaus musste gestern der Verteidigungsminister des Vereinigten Königreichs Gavin Williamson
die Erfahrung machen, dass nicht nur die Abgeordneten seiner Partei und die der Opposition genau auf seine Worte hörten. Denn während einer Rede zum Stand des Kampfes gegen den so genannten Islamischen Staat in Irak und Syrien (ISIS, oder IS) sprang seine Sprachassistentin auf dem iPhone an. Siri hatte ganz offensichtlich die mehrfache Erwähnung des Wortes "Syria" auf sich bezogen und dann auch gleich mal nach "Syria Syrian democratic forces" im Internet gesucht.

Offenbar hat Williamson die Siri-Aktivierung auch im Ruhezustand zugelassen, daher hat sich das betroffene iPhone zu Wort gemeldet. Einen ähnlichen Vorfall gab es auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus vor rund drei Jahren. Im Unterschied zu dem aktuellen System bzw. aktuellen Version von Siri konnte der intelligente Sprachassistent von Apple erst beim aktivierten iPhone antworten, ein verschobener Aktenordner hatte damals mutmaßlich den Homebutton gedrückt und so Siri aktiviert. Knapp danach, noch im September 2015, hat Apple "Hey, Siri" etwas erweitert. Ab iPhone 6S ist es nun möglich, den Assistenten per Sprachbefehl in jeder Situation zu aktivieren. Ein iPhone 6 oder früher muss dafür noch am Ladegerät angeschlossen sein. Für die Aktivierung ist übrigens nicht die Haupt-CPU des iPhones, sondern der Motion Co-Prozessor zuständig.

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