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Smart Battery Case 2: Was Sie wissen müssen

17.01.2019 | 15:50 Uhr |

Apples neue Akku-Hülle für iPhone XS und XR ist mit 149 Euro kein Schnäppchen, sie hat aber einige Besonderheiten zu bieten.

Für die neuen iPhones gibt es ab sofort ein Smart Battery Case, das iPhone X musste ja auf dieses nützliche Zubehör verzichten. Für 149 Euro kann die Akku-Hülle bestellt werden, es gibt sie in drei Versionen für das iPhone XS , das iPhone XS Max und iPhone XR . Schade: Die Version für das iPhone 7 war mit 119 Euro noch etwas günstiger.

Welche zusätzliche Laufleistung erhält man?

Die Kapazität selbst ist bei jedem der drei Modelle identisch, anscheinend hat Apple identische Akkus von 1369 mAh verbaut. Die zusätzliche Laufleistung, die man durch die Hülle erhält, ist aber stark von der Nutzungsart und dem Geräte abhängig – und von der ursprünglichen Laufzeit. Das XR profitiert dadurch prozentual vergleichsweise wenig, erhält aber die längsten Komplett-Laufzeiten.

XR

Beim XR steigt die Laufzeit bei Internetnutzung von „bis zu“ 15 auf 22 Stunden, eine Verbesserung von immerhin 47 Prozent. Die Sprechdauer soll sich von 25 auf 39 Stunden verlängern, die Videowiedergabezeit von 16 auf 27 Stunden.

XS Max

Stärker profitiert das XS Max, hier steigt die Nutztungsdauer um bis zu 7 Stunden von 13 auf 20 Stunden oder 54 Prozent. Die Sprechdauer soll sich von 25 auf 37 Stunden verlängern, die Videowiedergabezeit von 15 auf 25 Stunden.

XS

Das XS hat den kleinsten Akku, profitiert aber auch am meisten. Hier steigt die Nutzungsdauer beim Surfen von 12 auf 21 Stunden, eine beachtliche Steigerung um 75 Prozent. Auch die Sprechdauer soll sich von 20 auf 33 Stunden verlängern, die Videowiedergabezeit von 14 auf 25 Stunden.

Ist das Smart Battery Case für das XS mit dem iPhone X kompatibel?

Jein: Offiziell ist das Smart Battery Case XS nur mit dem Modell XS kompatibel, obwohl das iPhone X die gleiche Größe hat. Man kann das iPhone X zwar problemlos einsetzen, die Kamera des iPhone X passt aber nicht exakt zu der Aussparung an der Rückseite. Auch die Aussparungen für Mikrofon und Lautsprecher sind versetzt, was theoretisch zu akustischen Beeinträchtigungen führen kann.

Das Aufladen ist aber möglich: Nach ersten Berichten sieht man auf dem iPhone X zwar eine Warnmeldung, dass das Zubehör nicht unterstützt wird, nach dem Wegklicken kann man es aber ohne Einschränkungen nutzen. Das gilt aber nur ab iOS 12.1.3, bei älteren Systemen ist das Case nicht nutzbar, man muss also auf die neueste Version aktualisieren.

Gibt es Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Powerbank?

Das Smart Case ist gut in das System integriert und bietet einige Vorteile: So bleibt etwa das iPhone in einer Art Mobil-Modus. Bei einer Powerbank agiert das iPhone dagegen wie beim Anschluss ans Stromnetz und startet stromverbrauchende Updates oder iCloud-Backups.

Schädigt das Smart-Case das iPhone durch permanentes Aufladen?

Nein. Ist das iPhone beim Anstecken der Hülle geladen, wird es nicht weiter aufgeladen, Apple hat wohl eine recht aufwendige Lade-Elektronik integriert.

Wird drahtloses Aufladen unterstützt?

Drahtloses Aufladen an QI-Geräten wird unterstützt, wahlweise separat oder zusammen. Trotz Akkuhülle kann man sein iPhone also aufladen, es dauert aber länger als ohne Hülle. Tipp von Apple: Für die bestmögliche Ausrichtung soll man das Apple-Logo auf der Mitte der Ladematte ausrichten. Ist das Gerät mit einem USB-Kabel verbunden, ist übrigens keine drahtlose Aufladung möglich.

Wird schnelle Aufladung (PD) unterstützt?

Schneller als per drahtloser QI-Matte lädt man das Gehäuse (mit und ohne iPhone) per Lightning-Kabel auf, Schnellladen wird unterstützt. Apple empfiehlt für das zügige Aufladen ein USB-C-Ladegerät mit mindestens 18 Watt.

Wie wir der Ladezustand angezeigt?

Der Ladezustand des Gehäuses und des iPhones sind auf dem Display des iPhones abzulesen – leider nicht auf der Hülle. Sowohl im Sperrbildschirm als auch in der Heute-Ansicht zeigt iOS den Ladezustand des iPhones und des „Smart Battery Case“.

Das System erkennt das Case und zeigt den Ladezustand an.
Vergrößern Das System erkennt das Case und zeigt den Ladezustand an.

Ist Überhitzung ein Problem?

Nach einem Supportartikel von Apple kann das Gehäuse beim Aufladen etwas wärmer werden. Bei zu hoher Temperatur wird die Aufladung bei 80 Prozent der Kapazität gestoppt. Es lädt sich aber komplett auf, wenn es sich abgekühlt hat.

Wieso liefert das neue Case mit 1369 mAh mehr Energie als das iPhone-7-Gehäuse mit 2356 mAH?

Was bereits einige Kunden irritiert hat: In der Innenseite des Gehäuses ist die Kapazität aufgedruckt: 1369 mAh bei 7,4V ist hier zu lesen. Beim Vorgänger für das iPhone 7 waren es 2365 mAh bei 3,8 V. Trotzdem liefert das neue Gerät aber mehr Energie, da die Spannung doppelt so hoch ist. Hersteller einer Powerbank setzen ja bei Angaben wie „1000 mAh“ oder „21000 mAh“ eine Spannung stillschweigend voraus. Entscheidend: Die Spannung beträgt beim neuen Case 7,4 Volt, was bei einer Kapazität von 1369 mAh zu einer gespeicherten Energie von 10,1 Wh führt. Der Vorgänger konnte dagegen nur 8,98 Wh liefern.

Warum so eine geringe Kapazität?

Die Kapazität ist nicht beeindruckend, keines der iPhones kann komplett aufgeladen werden. Offensichtlich hat Apple den Schwerpunkt vor allem auf niedriges Gewicht und kleine Abmessungen gelegt. Bei einer Wanderung oder einem Städtetrip wird man aber das niedrige Gewicht zu schätzen wissen.

Warum der seltsame „Buckel“? Das Design wirkt ja dadurch etwas seltsam!

Für seinen „Buckel“ wurde Apple Smart Battery Case schon oft gescholten, auch die aktuelle Version bietet auf der Rückseite eine deutliche Erhebung für das Akku-Pack – im Prinzip sieht das Smart Battery Case wie ein gewöhnliches Silikon Case mit Akku-Pack aus. Beim neuen Modell hat Apple aber ein neues Design gewählt, hier stehen zwei Drittel der Rückseite etwas hervor, es ist also eher ein „Rundrücken“ als ein „Buckel“.

Das Design hat aber einen großen Vorteil: Man kann das obere Drittel einfach nach hinten biegen und so das iPhone relativ einfach einstecken oder wieder aus der Hülle ziehen. Vermutlich hat Apple deshalb auf eine komplett ebene Rückseite verzichtet. Das Gehäuse hat außerdem seinen Schwerpunkt im unteren Bereich, das iPhone wird also nicht kopflastig.

Ebenfalls neu: Es gibt keine Ausbuchtung an der Unterseite mehr, frühere Versionen überdeckten noch den unteren Rand des iPhones. Beim aktuellen Modell ist dies nicht mehr der Fall.

Das neue Smart Case ähnelt stark Apples Silikon-Hüllen.
Vergrößern Das neue Smart Case ähnelt stark Apples Silikon-Hüllen.

Schützt das Gehäuse vor Stößen?

Wie Apples Silikon-Gehäuse schützt das Smart Battery Case auch vor Stößen und Kratzern. Zur Robustheit macht Apple aber keine näheren Angaben.

Aus welchem Material besteht das Gehäuse?

Die Oberfläche des Gehäuses besteht aus dem gleichen Material wie Apples Silikon Case und bietet laut ersten Berichten die gleiche Haptik.

Kann man die Hülle separat vom iPhone laden?

Ja. Es gibt dafür eine kleine Leuchtdiode auf der inneren Seite der Hülle. Diese leuchtet grün, wenn die Hülle aufgeladen ist, gelblich – wenn die Hülle gerade lädt. Auch drahtloses Laden ohne iPhone wird unterstützt.

Wie schwer ist die Hülle?

Die Hülle für das XS soll laut Wirecutter 98 Gramm wiegen, das größere Modell für das XS Max 108 Gramm.

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