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Smartphone-Kameras im Praxistest

10.07.2017 | 12:47 Uhr |

Längst liefern Smartphone-Kameras eine Bildqualität, die auch hohen Ansprüchen genügt. Wir testen Smartphone-Kameras der Spitzenmodelle von Apple, Samsung, LG und OnePlus.

Dass man mit dem Smartphone als Kamera nicht auf gute Bildqualität verzichten muss, zeigen die vier getesteten Smartphone-Modelle Apple iPhone 7 Plus, LG G6, OnePlus 5 und Samsung Galaxy S8. Wir waren auf Foto-Tour uns haben die Kameras in der Praxis getestet.

Während wir uns hier auf die Kamera der Smartphones beschränken, finden Sie unter folgenden Links ausführliche Tests der Geräte: Apple iPhone 7 Plus , LG G6, OnePlus 5 , Samsung Galaxy S8 .

Kamera-Apps ab Werk

Die vorinstallierten Kamera-Apps der Smartphones unterscheiden sich stark voneinander. Ein guter Allrounder ist die Kamera-App von Apple, die mit herausragenden Slo-Mo und Zeitraffer-Funktion punktet. Start- und Endpunkt lassen sich dabei in normaler Geschwindigkeit darstellen und später sogar ändern und als Film exportieren. Das ist bei allen anderen Smartphones im Tests nicht möglich. Auch die Panorama-Funktion überzeugt mit einer sehr guten Qualität.

Wer ernsthafter mit einem Smartphone fotografieren möchte, der wird von der vorinstallierten Kamera-App des OnePlus 5, Samsung Galaxy S8 und des LG G6 begeistert sein. Denn diese bieten einen Pro-Modus, mit dem man ISO, Verschlusszeit sowie Farbtemperatur und den Fokus manuell wählen kann. Auch eine Belichtungskorrektur lässt sich verwenden. Etwas bedienerfreundlicher zeigt sich hier die App von Oneplus. Übrigens können die Kamera-Apps von Samsung, Oneplus und LG im Pro-Modus die Bilder auch im Raw-Format (.DNG) speichern, das vermissen wir bei dem iPhone 7 Plus. Die Kamera-App des Galaxy S8 ist eher für Selfie-Freunde ausgelegt. Die App bietet einen Schieberegler für den Hauttöne und viele animierte grafische Überlagerungen, die in Echtzeit auf das Gesicht projiziert werden.

iPhone 7 Plus: Die Kamera-App des Apple-Smartphones bietet gute Allrounder-Eigenschaften. Herausragend gegenüber den anderen Smartphones ist die gute Slo-Mo und Zeitraffer-Funktion und die Qualität des Panorama-Modus.
Vergrößern iPhone 7 Plus: Die Kamera-App des Apple-Smartphones bietet gute Allrounder-Eigenschaften. Herausragend gegenüber den anderen Smartphones ist die gute Slo-Mo und Zeitraffer-Funktion und die Qualität des Panorama-Modus.
© Markus Schelhorn
LG G6: Den ganzen Bildschirm nimmt das Vorschaubild bei der Kamera-App des LG G6 ein. Oben kann man zwischen den beiden rückseitigen Kameras wechseln. Herausragend ist vor allem die 360-Grad-Panoramafunktion, die einen guten Einstieg in die virtzuelle Welt bietet. Durch schwenken des Displays kann man so durch das Panorama navigieren.
Vergrößern LG G6: Den ganzen Bildschirm nimmt das Vorschaubild bei der Kamera-App des LG G6 ein. Oben kann man zwischen den beiden rückseitigen Kameras wechseln. Herausragend ist vor allem die 360-Grad-Panoramafunktion, die einen guten Einstieg in die virtzuelle Welt bietet. Durch schwenken des Displays kann man so durch das Panorama navigieren.
© Markus Schelhorn
Oneplus 5: Auf den ersten Blick wirkt die Kamera-App der Oneplus 5 zwar spröde. Sie lässt sich aber gut bedienen und bietet einen guten Pro-Modus, der auch das Speichern im Raw-Format erlaubt. Dafür ist es die einzige Kamera-App im Test, die keine Farbfilter bietet.
Vergrößern Oneplus 5: Auf den ersten Blick wirkt die Kamera-App der Oneplus 5 zwar spröde. Sie lässt sich aber gut bedienen und bietet einen guten Pro-Modus, der auch das Speichern im Raw-Format erlaubt. Dafür ist es die einzige Kamera-App im Test, die keine Farbfilter bietet.
© Markus Schelhorn
Samsung Galaxy S8: Im direkten Zugriff bietet die Kamera-App von Samsung viele kurzweilige Spielereien für Selfie-Fans. Etwas versteckter finden sich die Funktionen wie etwa ein Pro-Modus, der auch für ambitionierte Fotografen interessanter ist. Allerdings lassen sich Bilder im Pro-Modus nicht im Raw-Format speichern.
Vergrößern Samsung Galaxy S8: Im direkten Zugriff bietet die Kamera-App von Samsung viele kurzweilige Spielereien für Selfie-Fans. Etwas versteckter finden sich die Funktionen wie etwa ein Pro-Modus, der auch für ambitionierte Fotografen interessanter ist. Allerdings lassen sich Bilder im Pro-Modus nicht im Raw-Format speichern.
© Markus Schelhorn

Bis auf das LG G6 insgesamt gute Bildqualität

Meist nutzen die rückwärtigen Kameras der getesteten Smartphones Bildsensoren, die zwischen 12 und 13 Megapixel auflösen. Mehr ist angesichts des kleinflächigen Bildsensors auch gar nicht notwendig. Eine Ausnahme ist das OnePlus 5. Dessen Dual-Kameras bieten eine Auflösung von 16 und 20 Megapixel.

Alle Kamera-Modelle im Test konnten im Großen und Ganzen überzeugen. Dass es dabei keine Ausreißer der Bildqualität gibt, liegt sicherlich auch daran, dass alle Smartphones Bildsensoren von Sony verwenden. Oneplus nutzt für seine Dualcam einen Sony IMX 398 (16 MP) und Sony IMX 350 (20 MP). Das LG G6 nutzt für seine beiden Backside-Kameras den Sony-Bildsensor IMX333. Und auch das iPhone 7 Plus und das Samsung S8 nutzen Bildsensoren von Sony.

Unterschiede gibt es dennoch, denn die Daten des Bildsensors werden durch die Kamera-App aufbereitet. Jedes Modell nutzt eine eigene Farbgebung und unterschiedliche Varianten der Bildkorrekturen wie Kontrast, Helligkeit und Schärfe. Bei unseren Praxis-Tests kann uns die Bildqualität des iPhone 7 Plus und Samsung Galaxy S8 am meisten überzeugen. Zu kräftig bearbeitet das LG G6 die Bilder nach.

Diese Aufnahmen einer alltäglichen Situation im Freien ist für eine Kamera durchaus anspruchsvoll. Denn zu einem sollen die dunklen Bereiche des Gebäudes gut dargestelt werden, zum anderen auch der helle Himmel und die Zeichnung der Wolken. Besonders gut schlägt sich hier das Samsung Galaxy S8, direkt dahinter das iPhone 7 Plus. Ebenfalls zfriedenstellend ist das OnePlus 5. Die Kamera-App des LG G6 greift leider zu stark in den Farbtopf. Das mag für eine kleinere Darstellung auf einem Smartphone-Display auf den ersten Blick noch beeindruckend sein. Doch Details gehen hier deutlich verloren. Hier abgebildet sind jeweils die HDR-Versionen.
Vergrößern Diese Aufnahmen einer alltäglichen Situation im Freien ist für eine Kamera durchaus anspruchsvoll. Denn zu einem sollen die dunklen Bereiche des Gebäudes gut dargestelt werden, zum anderen auch der helle Himmel und die Zeichnung der Wolken. Besonders gut schlägt sich hier das Samsung Galaxy S8, direkt dahinter das iPhone 7 Plus. Ebenfalls zfriedenstellend ist das OnePlus 5. Die Kamera-App des LG G6 greift leider zu stark in den Farbtopf. Das mag für eine kleinere Darstellung auf einem Smartphone-Display auf den ersten Blick noch beeindruckend sein. Doch Details gehen hier deutlich verloren. Hier abgebildet sind jeweils die HDR-Versionen.
© Markus Schelhorn
Alle vier Smartphones bieten eine gut funktionierende HDR-Funktion, die bei sehr starken Helligkeitsunterschieden ein Bild aus mehreren Aufnahmen zusammensetzt. Voreingestellt schaltet sich die HDR-Funktion automatisch zu. Exemplarisch sieht man hier die Auswirkung der HDR-Funktion am iPhone 7 Plus.
Vergrößern Alle vier Smartphones bieten eine gut funktionierende HDR-Funktion, die bei sehr starken Helligkeitsunterschieden ein Bild aus mehreren Aufnahmen zusammensetzt. Voreingestellt schaltet sich die HDR-Funktion automatisch zu. Exemplarisch sieht man hier die Auswirkung der HDR-Funktion am iPhone 7 Plus.
© Markus Schelhorn
In der Nahaufnahme zeigen alle Smartphones einen schönen Unschärfe-Effekt im Hintergrund. Auffällig ist auch hier der Rotstich der Kamera des LG G6. Zudem erhöht die Kamera-App des LG G6 hier am kräftigsten den Kontrast und die Schärfe.
Vergrößern In der Nahaufnahme zeigen alle Smartphones einen schönen Unschärfe-Effekt im Hintergrund. Auffällig ist auch hier der Rotstich der Kamera des LG G6. Zudem erhöht die Kamera-App des LG G6 hier am kräftigsten den Kontrast und die Schärfe.
© Markus Schelhorn
Aufnahmen mit geringem Licht sind für die Winzlings-Bildsensoren von Smartphones am schwierigsten zu bewerkstelligen. Hier korrigieren alle Geräte kräftig mit einer Rauschunterdrückung nach. Das natürlichste Ergebnisliefert das iPhone 7 Plus, Auch die Kamera des Samung Galaxy S8 liefert hier gute Ergebnisse, allerdings fällt hier die starke Aufbereitung der Fotos auf - für manchen Geschmack vielleicht etwas zu sehr.. Ganz ordentlich schlägt sich auch das Oneplus 5, während die Kamera des LG G6 das Schlusslicht bildet.
Vergrößern Aufnahmen mit geringem Licht sind für die Winzlings-Bildsensoren von Smartphones am schwierigsten zu bewerkstelligen. Hier korrigieren alle Geräte kräftig mit einer Rauschunterdrückung nach. Das natürlichste Ergebnisliefert das iPhone 7 Plus, Auch die Kamera des Samung Galaxy S8 liefert hier gute Ergebnisse, allerdings fällt hier die starke Aufbereitung der Fotos auf - für manchen Geschmack vielleicht etwas zu sehr.. Ganz ordentlich schlägt sich auch das Oneplus 5, während die Kamera des LG G6 das Schlusslicht bildet.
© Markus Schelhorn

Raw-Modus

Alle vier Smartphone-Kameras im Test unterstützen auch Aufnahmen im Raw-Modus. Hier speichert das Smartphone ein Foto nicht als fertig entwickeltes JPEG-Bild, sondern als eine Bilddatei mit den Rohdaten der Kamera. Als Dateiformat verwenden alle Modelle .DNG von Adobe, egal ob mit Android- oder iOS-Betriebssystem. Dieses Dateiformat ist ein weiterentwickeltes Tiff-Format, das sich mit jeden Raw-Konverter bearbeiten lässt.

Im Raw-Modus zeigt sich, was die Smartphone-Kameras wirklich liefern, unabhängig von der Aufbereitung der Kamera-Apps. Hier zeigen die Bilder des iPhone 7 Plus und des Samsung Galaxy S8 die besten Ergebnisse, auch das OnePlus 5 schlägt sich ganz gut. Einen ausgeprägten Rotstich zeigt dagegen die Raw-Aufnahme des LG G6, sowohl mit der vorinstallierten Foto-App, die auch Raw-Aufnahmen zulässt, als auch mit Lightroom.

Alle getesteten Smartphones (Apple iPhone 7 Plus, LG G6, OnePlus 5 und Samsung Galaxy S8) ermöglichen die Aufnahme im Raw-Format. Hier die unkorrigierten Ergebnisse, wenn man die Bilder mit Adobe Camera Raw öffnet.
Vergrößern Alle getesteten Smartphones (Apple iPhone 7 Plus, LG G6, OnePlus 5 und Samsung Galaxy S8) ermöglichen die Aufnahme im Raw-Format. Hier die unkorrigierten Ergebnisse, wenn man die Bilder mit Adobe Camera Raw öffnet.
© Markus Schelhorn

Die Kamera-Apps des Samsung Galaxy S8, Oneplus 5 und LG G6 ermöglichen es, Bilder statt JPEG auch im Raw-Format aufzunehmen. Während man dies bei OnePlus 5 ganz einfach umschalten kann, tauscht diese Einstellung beim LG G6 und Samsung Galaxy S8 nur in den Einstellungen des manuellen Aufnahmemodus auf.

Die Kamera-App des LG G6 ermöglicht im Pro-Modus das Speichern der Fotos im Raw-Format. Zwischen Raw und JPEG kann man nur im Untermenü wechseln.
Vergrößern Die Kamera-App des LG G6 ermöglicht im Pro-Modus das Speichern der Fotos im Raw-Format. Zwischen Raw und JPEG kann man nur im Untermenü wechseln.
© Markus Schelhorn
Die Kamera-App des OnePlus 5 bietet ein sehr schönen Pro-Modus, in dem man auch direkt zwischen dem JPEG-und Raw-Format wechseln kann.
Vergrößern Die Kamera-App des OnePlus 5 bietet ein sehr schönen Pro-Modus, in dem man auch direkt zwischen dem JPEG-und Raw-Format wechseln kann.
© Markus Schelhorn

Als Fußnote: Mit dem OnePlus 5 gelingen keine brauchbaren Raw-Aufnahmen mit der Lightroom-App, allerdings in guter Qualität mit der eigenen Kamera-App. Weiterhin ist uns aufgefallen, dass man HDR-Bilder mit Lightroom im Raw-Modus nur mit dem Apple iPhone 7 Plus und dem Samsung Galaxy S8 aufnehmen kann. Diese Option fehlt bei OnePlus 5 und LG G6.

Dualcam: Zwei Objektive für bessere Bilder

Drei der vier getesteten Modelle bieten gleich zwei Kameras auf der Rückseite. Alle drei Modelle, das Apple iPhone 7 Plus, LG G6 und OnePlus 5, nutzen dabei Kameras mit zwei unterschiedlichen Brennweiten. Während die eine Kamera ein übliches Weitwinkel-Objektiv verwendet, nutzt die zweite Kamera ein leichtes Tele-Objektiv. So lässt sich um das zweifache auf das Motiv „zoomen“, ohne das die Bildqualität leidet. Wohldosiert kann man sogar den Digitalzoom zur Ausschnittvergrößerung einsetzen, ohne das die Bildqualität all zu sehr leidet. Normalerweise sollte man den Digitalzoom meiden, da dieser die Bildqualität merklich verschlechtert.

Diese Szene wurde mit der Weitwinkelkamera des LG G6 aufgenommen....
Vergrößern Diese Szene wurde mit der Weitwinkelkamera des LG G6 aufgenommen....
© Markus Schelhorn
..und hier das Tele-Objektiv der LG G6
Vergrößern ..und hier das Tele-Objektiv der LG G6
© Markus Schelhorn

Gut zu wissen:   Derzeit ermöglicht es nur das iOS des iPhone 7 Plus, dass Kamera-Apps von Drittanbietern auch die zweite rückwärtige Kamera verwenden können.

Tiefeneffekt

Einen weiteren großen Vorteil bringt die zweite Kamera. In einem speziellen Aufnahmemodus können bis auf das LG G6 alle Smartphones das Hauptmotiv scharf darstellen und den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen lassen. Diesen Tiefeneffekt kann man ansonsten nur mit teuren Kameras und dicken Objektiven erzielen. Allerdings: Dieser Modus lässt sich nicht auf Videos, HDR-Bilder oder Panoramen verwenden. Kurios ist der Übersetzungsfehler beim OnePlus 5, hier wird der Tiefeneffekt im Menü als „Hochformat“ bezeichnet. Übrigens bietet auch das Samsung S8, das nur mit einer rückseitigen Kamera ausgestattet ist, einen Tiefeneffekt. Da er diesen aber mangels einer zweiten Kamera berechnen muss, ist das Ergebnis nicht so sauber freigestellt wie beim iPhone 7 Plus und OnePlus 5.

Das Apple iPhone 7 Plus, OnePlus 5 und Samsung Galaxy S8 können Fotos mit einem Tiefenschärfe-Effekt aufnehmen. Unverständlich, dass das LG G6 trotz Dualcam diese Möglichkeit nicht bietet. Auffällig ist, dass der Tiefeneffekt beim Galaxy S8 deutlich schlechter ist, da es keine Dual-Cam nutzt. Dafür ist die Qualität des Vordergrundes im direkten Vergleich am besten.
Vergrößern Das Apple iPhone 7 Plus, OnePlus 5 und Samsung Galaxy S8 können Fotos mit einem Tiefenschärfe-Effekt aufnehmen. Unverständlich, dass das LG G6 trotz Dualcam diese Möglichkeit nicht bietet. Auffällig ist, dass der Tiefeneffekt beim Galaxy S8 deutlich schlechter ist, da es keine Dual-Cam nutzt. Dafür ist die Qualität des Vordergrundes im direkten Vergleich am besten.
© Markus Schelhorn

Panorama-Funktion

Alle getesteten Smartphones bieten eine Panorama-Aufnahmefunktion. Und die LG G6 erlaubt es sogar, ein 360-Grad-Panorama aufzunehmen. Das kann man später entweder mit einer 3D-Brille oder durch Schwenken des Smartphones betrachten. Allerdings bedient sich Samsung hier eines Tricks: Zu sehen ist ein erweiterter Bildausschnitt des Panoramas. Bildelemente, die sich oberhalb und unterhalb der Aufnahme befindet, rendert die App einfach als unscharfes Muster dazu um so einen Eindruck eines 360-Grad-Videos zu vermitteln. Das gelingt aber bereits erstaunlich gut und ist durchaus beeindruckend. Besser gelingt das der Google Plus, die dessen Kamera-App ein wirkliches 360-Grad-Panorama aufnehmen kann. Das ist allerdings aufwendiger, da man einen größeren Bildbereich abscannen muss. Wer mit seinem Smartphone 360-Grad-Fotos verwenden möchte, der kann andere Kamera-Apps verwenden.

Mit einer schönen 360-Grad-Panoramafunktion kann das LG G6 punkten. Durch dieses Panorama, hier in der Übersicht zu sehen, kann man sich durch das Schwenken des Smartphones navigieren.
Vergrößern Mit einer schönen 360-Grad-Panoramafunktion kann das LG G6 punkten. Durch dieses Panorama, hier in der Übersicht zu sehen, kann man sich durch das Schwenken des Smartphones navigieren.
© Markus Schelhorn

Smartphone-Kamera im Kurzüberblick

Apple iPhone 7 Plus: Kamera in Kurzübersicht

Vorne: 7 MP

Hinten: 2-mal 12 MP (Weitwinkel: F1.8, Tele: F2.8

Video Rückkamera: Bildstabilisator, 4K mit 30 fps; 1080p mit 30 oder 60 fps; 720p mit 30 fps; Zeitlupe: 1080p mit 120 fps; 720p mit 240 fps

Vorzüge: Zusammen mit Samsung S8 herausragende Foto-Qualität, beste Slo-Mo und Zeitraffer-Funktion, beste Raw-Integrierung für Drittanbieter-Apps

Nachteile: Keine Raw-Aufnahmen mit Standard-Kamera-App möglich

Technische Details

LG G6: Kamera in Kurzübersicht

Vorne: 5 MP

Hinten: 2-mal 13 MP (Weitwinkel: F1.8, Tele: F2.4)

Video Rückkamera: Bildstabilisator, 4K, 1080p, 720p mit jeweils 30 fps; Zeitlupe: 720p mit 120 fps

Vorzüge: Standard-Kamera-App mit gutem Pro-Modus für Foto und Video und gutem 360-Grad-Panormamamodus

Nachteile: Zu starke Autokorrektur für JPEG-Bilder, kein Tiefeneffekt möglich, Zeitlupe nur mit 720p und 120 fps

Techniche Details

Oneplus A5000: Kamera in Kurzübersicht

Vorne: 16 MP

Hinten: Weitwinkel: 16 MP, F1.7; Tele: 20 MP, F2.6

Video Rückkamera: 4K mit 30 fps; 1080p mit 30 oder 60 fps; 720p mit 30 fps; Zeitlupe: 720p mit 120 fps

Vorzüge: Standard-Kamera-App mit gutem Pro-Modus für Fotos

Nachteile: Kamera-App bietet keine Farbeffekte, Zeitlupe nur mit 720p und 120 fps, kein Bildstabilisator für Videos

Technische Details

Samsung Galaxy S8: Kamera in Kurzübersicht

Vorne: 8 MP

Hinten: 12 MP, F1.7

Video Rückkamera: Bildstabilisator, 4K mit 30 fps; 1080p mit 30 oder 60 fps; 720p mit 30 fps; Zeitlupe: 720p mit 240 fps

Vorzüge: Zusammen mit iPhone 7 Plus herausragende Foto-Qualität, ansprechende Fun-Filter für Selfies

Nachteile: Tiefeneffekt wegen einer statt zwei Kameras schlechter.

Technische Details

 

Videos, Slow-Motion und Zeitraffer

Die 4K-Aufllösung für Videos ist bei allen vier Smartphone-Spitzenmodellen im Test selbstverständlich. Alle Probanden schaffen dabei 30 Bilder pro Sekunde. Im Full-HD-Modus schaffen zudem das Apple iPhone 7 Plus und das Samsung Galaxy S8 sogar 60 Bilder pro Sekunde (fps), das LG G6 und OnePlus 5 nur 30 fps.

Das iPhone 7 Plus bietet zudem die beste Zeitraffer-Funktion aller vier getesteten Smartphones, Apple nennt diese Slo-Mo. In Full-HD-Auflösung (1080p) schafft es 120 Bilder pro Sekunde und in 720p-Auflösung wie das Samsung Galaxy S8 sogar 240 Bilder pro Sekunde.

Empfehlung Smartphone-Kameras

Insgesamt überzeugt die Kamera des iPhone 7 Plus am meisten, dicht gefolgt von dem Samsung Galaxy S8. Die Dual-Kamera des OnePlus 5 schlägt sich ebenfalls sehr gut im Test, vor allem der gute Tiefeneffekt und der Pro-Modus der Kamera-App begeistern. Allerdings erreicht die OnePlus 5 trotz höchster Auflösung der beiden Bildsensoren keine sichtbar bessere Bildqualität als die übrigen Smartphones. Bemerkbar macht sich dies jedoch nur durch mehr Speicherplatz der Raw-Aufnahmen, während die JPEG-Aufnahmen etwa soviel Platz vereinnahmen wie bei den anderen Smartphones. Mehr erwartet haben wir uns von der Dualcam des LG G6. Die Bildqualität ist zwar in Ordnung, reicht aber nicht an die der Kameras von iPhone 7 Plus und Samsung S8 heran. Außerdem vermissen wir eine Tiefeneffekt-Funktion, die sich bei einer Dual-Kamera geradezu aufdrängt: Das iPhone 7 Plus, OnePlus 5 und das hier nicht getestete Huawei P10 bieten diese Funktion. Dafür kann das LG G6 mit einer beeindruckenden 360-Grad-Panoramafunktion aufwarten.

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