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So kommen Sie mit 128 GB Speicherplatz beim Macbook Air zurecht

28.05.2018 | 13:15 Uhr | Thomas Armbrüster

Apple knausert mit Speicher. Es gibt aber Me-thoden, die dabei helfen, auch mit einem knapp ausgestatteten Macbook Air zurecht zu kommen.

Für die einen ist das aktuelle Macbook Air ein alter Hut, den sie keines Blicks mehr würdigen. Für die anderen dagegen ein günstiger Einstieg in die Apple-Welt, da die kleinste Version momentan für unter 900 Euro angeboten wird, und zwar neu. Man muss sich dann zwar mit 128 GB Speicherplatz bescheiden, wobei aber auch das günstigste Retina-Macbook-Pro nicht mehr zu bieten hat. Man kann mit 128 GB bei kluger Datenverwaltung und der einen oder anderen zusätzlichen Investition aber zurechtkommen und muss Apple nicht das viele Geld für zusätzlichen internen Speicherplatz überweisen. Erleichtert wird die Datenhaltung durch die zahlreichen Schnittstellen, an die sich ohne Dock verschiedene Datenspeicher anschließen lassen, und die es bei moderneren Macbooks nicht mehr gibt.

Bei der Software Abspecken

Nicht jeder Anwender benötigt alles, was Apple an Software mitliefert. Um herauszufinden, wie viel Speicherplatz belegt und wie viel frei ist, ruft man im Apple-Menü „"Über diesen Mac"“ auf und klickt auf "„Festplatten"“. Bei einem neuen Macbook Air sind von den 121 GB Speicherplatz 95,5 GB verfügbar, wovon das System rund 16 GB belegt, die Programme 5,5 GB und die Musikproduktion 2,55 GB. Bei letzterer handelt es sich um die Sound Library von Garageband . Wer sein Macbook Air nicht für die Musikproduktion verwendet (dafür würde man sich in der Regel wohl einen anderen Mac mit mehr Speicher und Leistung zulegen), kann die Sound Library schnell loswerden. Dazu klickt man auf „Verwalten“, markiert im Fenster „Speicherverwaltung“ links in der Liste „Musikerstellung“ und klickt dann rechts auf „GarageBand Sound Library entfernen“.

Klickt man im Apple-Menü auf „Über diesen Mac“, kann man sich die Belegung der Datenspeicher anzeigen lassen.
Vergrößern Klickt man im Apple-Menü auf „Über diesen Mac“, kann man sich die Belegung der Datenspeicher anzeigen lassen.

Außer der Soundlibrary lässt sich auch Garageband selbst löschen, wenn man das Programm nicht benötigt. Dazu markiert im Fenster „Speicherverwaltung“ links den Eintrag „Programme“, rechts sind dann die Anwendungen gelistet, die man löschen kann. Zum Löschen bewegt man den Mauszeiger über einen Eintrag und klickt auf das sich einblendende Kreuzsymbol. Den Löschvorgang muss man noch bestätigen und anschließend das Administratorpasswort eintippen. Auf dieselbe Weise lässt sich auch iMovie vom Macbook entfernen, wenn man das Programm nicht verwendet, was nochmals 2,66 GB Platz einspart. Beide Anwendungen lassen sich bei Bedarf wieder aus dem App Store auf das Macbook laden, genauso wie Pages , Numbers und Keynote.

Wer die Sound Library von Garageband entfernt, bekommt sofort 2,5 GB mehr freien Speicherplatz.
Vergrößern Wer die Sound Library von Garageband entfernt, bekommt sofort 2,5 GB mehr freien Speicherplatz.

Etwas zusätzlicher Speicherplatz lässt sich noch frei schaufeln, wenn man nicht benötigte Schriften vom Macbook löscht. Viel zusätzlichen Speicherplatz bekommt man dadurch aber nicht, da Apple nicht mehr so viele große Zeichensätze mit dem System installiert wie früher. Man findet alle löschbaren Zeichensätze im Ordner „Fonts“ im Verzeichnis „Library“. Nicht löschbare Schriften sind dagegen im Systemordner unter „Library > Fonts“ abgelegt, hier kann man nicht eingreifen. Einige der löschbaren Schriften werden von den Vorlagen der iWork-Programme (Pages, Numbers, Keynote) verwendet, andere wie beispielsweise Verdana sind Standardschriften für die Darstellung von Webseiten. Am sichersten ist es, wenn man nur die Zeichensätze für nicht-lateinische Schriften entfernt. Schriften lassen sich alternativ im Programm „Schriftsammlung“ über das jeweilige Kontextmenü einer Schrift löschen. Falsch machen kann man nichts, da der Befehl „Entfernen“ bei den vom System benötigten Zeichensätzen inaktiv ist.

Sowohl Garageband als auch iMovie lassen sich löschen, wenn man die Programme nicht verwendet.
Vergrößern Sowohl Garageband als auch iMovie lassen sich löschen, wenn man die Programme nicht verwendet.

Aufräumen und ausmisten

Mit Fotos, Musik und vor allem mit Videos lässt sich der freie Speicherplatz des Macbook Air schnell verringern, sodass für andere Dinge kein Platz mehr ist. Damit das bei gekauften Filmen aus dem iTunes-Store nicht passiert, kann iTunes die schon angesehenen Videos automatisch wieder vom Datenspeicher löschen.

Die Festplattenverwaltung bietet verschiedene Optionen, um den internen Speicherplatz zu organisieren.
Vergrößern Die Festplattenverwaltung bietet verschiedene Optionen, um den internen Speicherplatz zu organisieren.

Man kann sie aber jederzeit erneut aus dem iTunes-Store laden beziehungsweise in iTunes ansehen. Die dafür zuständige Option findet man unter „Über diesen Mac > Festplatten > Verwalten“. Dort klickt man bei „Speicher optimieren“ auf „Optimieren“ und bestätigt die Einstellung mit einem weiteren Klick. In iTunes findet man die entsprechende Option in den Vorgaben unter „Erweitert“, dort lässt sie sich auch rückgängig machen.

iTunes lässt sich so einstellen, dass alle schon gesehenen Filme automatisch vom Macbook Air wieder gelöscht werden.
Vergrößern iTunes lässt sich so einstellen, dass alle schon gesehenen Filme automatisch vom Macbook Air wieder gelöscht werden.

Im Fenster zur Festplattenverwaltung gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Datenflut einzudämmen. An erster Stelle steht das automatische Leeren des Papierkorbs . Schaltet man dies ein, verschwinden in den Papierkorb gelegte Dateien automatisch nach 30 Tagen, eine große Hilfe für Personen, die regelmäßig vergessen, den Müll raus zu tragen. Und möchte man selbst nach Daten fahnden, die das interne Speichermedium über Gebühr beanspruchen, hilft ein Klick auf "„Dateien überprüfen"“, ersatzweise markiert man „Dokumente“ in der Seitenleiste. Unter „"Große Dateien"“ findet man dann eine Liste der größten Speicherplatzräuber. Bewegt man den Mauszeiger über einen Eintrag, kann man mit einem Klick auf das sich einblendende Kreuzsymbol die Datei sofort löschen oder sich per Klick auf das Lupensymbol im Finder anzeigen lassen.

Wer gerne vergisst, den Papierkorb auszuleeren, kann dies dem macOS überlassen, das dann den Müll rausträgt.
Vergrößern Wer gerne vergisst, den Papierkorb auszuleeren, kann dies dem macOS überlassen, das dann den Müll rausträgt.

Dann hat man die Möglichkeit, diese auf ein anderes Medium zu kopieren und erst anschließend zu entfernen. Ebenfalls hilfreich ist die Kategorie "„Downloads"“. Dort sieht man auf einen Blick, welche Daten sich im Ordner „Downloads“ befinden, und wie lange sie dort schon lagern. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass man schlicht vergessen hat, aus dem Netz geholte Dateien wieder zu löschen, wenn man sie nicht mehr braucht. Das Installationsprogramm des Systems ist aber inzwischen selbst schlau geworden und bietet an, Installationsdateien zu löschen, wenn man eine aus dem Netz geladene Anwendung erfolgreich mit dem Programm installiert hat. Und noch eine weitere Platz sparende Maßnahme: Dupliziert man eine Datei unter macOS High Sierra auf dem internen Speichermedium des Macbook Air, verdoppelt sich der benötigte Speicherplatz nicht. Original und Kopie verweisen auf dieselben Daten, nur die Unterschiede nach einer Bearbeitung werden in der Kopie festgehalten.

Nach dem Klick auf „Dateien überprüfen“ listet die Festplattenverwaltung unter anderem alle großen Dateien auf.
Vergrößern Nach dem Klick auf „Dateien überprüfen“ listet die Festplattenverwaltung unter anderem alle großen Dateien auf.

Externe Speichermedien

Sofern man Musik nicht nur über einen Streaming-Dienst wie Spotify oder Apple Music hört, sondern weiterhin online kauft oder von CDs digitalisiert, braucht man hierfür entsprechenden Speicherplatz. Da sich diese Daten aber selten ändern, bietet es sich an, sie auf ein anderes Speichermedium auszulagern und dann von diesem abzuspielen. Das gilt auch für Videos, die nicht aus dem iTunes-Store stammen. Als Speicher eignen sich externe Festplatten beziehungsweise SSDs sowie USB-Speichersticks und Speicherkarten für den SD-Kartensteckplatz.

Der USB-Stick Ultra Fit von Sandisk ist besonders kompakt und steht nur wenig aus dem USB-Steckplatz heraus.
Vergrößern Der USB-Stick Ultra Fit von Sandisk ist besonders kompakt und steht nur wenig aus dem USB-Steckplatz heraus.
© Thomas Armbrüster / SanDIsk

Dank der vielen Anschlüsse des Macbook Air hat man hier eine recht große Auswahl. Festplatten und SSDs sind dabei eher etwas für den stationären Einsatz zu Hause, auch wenn es bei SSDs besonders kompakte Exemplare gibt, während man USB-Sticks und Speicherkarten auch unterwegs gut nutzen kann, sofern man sich für eine Form entscheidet, die weitgehend nahtlos in den Anschluss passt und damit permanent im Steckplatz verbleiben kann (Plug and Stay). Dadurch vermeidet man auch das häufige An- und Abstecken. Es gibt beispielsweise von Sandisk den besonders kompakten USB-Stick Ultra Fit mit einer von uns im Praxistest gemessenen Leserate von 140 MB/s, und maximal 128 GB Speichervolumen, wofür man rund 34 Euro ausgeben muss. Die Schreibraten im Test sind mit rund 22 MB/s deutlich niedriger, weshalb man den USB-Stick nicht als ständigen Arbeitsspeicher verwenden sollte, sondern nur für Daten, die man selten kopiert und bearbeitet und meist nur liest oder abspielt.

Das Jetdrive Lite von Transcend verschwindet vollständig im SD-Karten-Steckplatz des Macbook Air.
Vergrößern Das Jetdrive Lite von Transcend verschwindet vollständig im SD-Karten-Steckplatz des Macbook Air.
© Thomas Armbrüster

Das gilt analog für Speicherkarten für den SD-Kartenschacht. Normale Speicherkarten haben jedoch den Nachteil, weit aus dem Schacht heraus zu stehen, sie sind dadurch schlecht gegen Beschädigung geschützt. Alternativ gibt es spezielle Speicherkarten, die weitgehend bündig abschließen. Für das Macbook Air bietet Transcend das Jetdrive Lite 130 an, mit maximal 256 GB Speicherplatz. Für diese Version sind im Netz rund 140 Euro zu bezahlen, 128 GB kosten die Hälfte.

Das Jetdrive Lite geht beim Schreiben mit von uns gemessenen 65 MB/s deutlich flotter ans Werk als der Ultra Fit, beim Lesen messen wir etwas über 95 MB/s. Damit liegen diese Werte bei den von Transcend angegebenen Geschwindigkeiten von 60 MB/s für das Schreiben und 95 MB/s für das Lesen. Alternativ zum Jetdrive 130 kann man den Minidrive-Adapter von Nifty für Micro-SD-Speicherkarten verwenden. Auch dieser verschwindet komplett im Kartenschacht, wobei man wie beim Jetdrive darauf achten muss, das für das Macbook Air passende Modell zu kaufen. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bei den Micro-SD-Karten, die man sich dann noch gesondert beschaffen muss, bietet momentan Samsung mit dem Modell Evo Plus, das es mit maximal 256 GB gibt. Die Kombination aus Adapter und Speicherkarte ist aber etwas teurer als die All-in-One-Lösung des Jetdrive Lite 130.

Legt man nicht alle Bilder in eine Mediathek, kann man Mediatheken mit älteren Fotos auf einen externen Speicher auslagern.
Vergrößern Legt man nicht alle Bilder in eine Mediathek, kann man Mediatheken mit älteren Fotos auf einen externen Speicher auslagern.

Externe Speichermedien, USB-Sticks und Speicherkarten eignen sich auch gut für die Aufbewahrung von Fotos. Denn man muss normalerweise nicht alle Bilder sofort verfügbar haben, sondern meist nur die aktuelleren. Um hier zu unterscheiden, legt man sich zum Beispiel für jedes Jahr eine neue Mediathek in Fotos an und verschiebt die Mediathek mit den älteren Bildern auf ein anderes Speichermedium. Um eine neue Mediathek zu erstellen oder um eine schon vorhandene zu öffnen, startet man Fotos mit gedrückter alt-Taste und kann dann entweder eine neue Mediathek anlegen oder gezielt eine Mediathek öffnen. Die Mediathek auf dem Macbook, die man standardmäßig verwendet, macht man zur Systemmediathek, wozu sie geöffnet sein muss. Die Einstellung „Als Systemmediathek verwenden“ findet man in den Vorgaben von Fotos unter „Allgemein“. Das ist dann die Mediathek, an die über die Teilen-Option des Systems Bilder und Videos aus anderen Anwendungen übergeben werden.

Time Machine sichert auch angeschlossene Speicherkarten, man muss nur kontrollieren, ob sie in den Vorgaben nicht in der Ausschlussliste stehen.
Vergrößern Time Machine sichert auch angeschlossene Speicherkarten, man muss nur kontrollieren, ob sie in den Vorgaben nicht in der Ausschlussliste stehen.

Für alle externen Speichermedien gilt: Man muss von diesen eine aktuelle Sicherungskopie anlegen, wenn man keinen Datenverlust riskieren möchte. Time Machine kann die externen, an den Mac angeschlossenen Speicher mit sichern. Dazu muss man in der Systemeinstellung „Time Machine“ unter „Optionen“ die Speichermedien aus der Liste der nicht zu sichernden Objekte löschen, sofern sie dort gelistet sind. Tauchen sie dort nicht auf, werden sie von Time Machine automatisch gesichert.

In iCloud speichern

Hat man nichts dagegen, Fotos und Dokumente in Apples iCloud-Speicher abzulegen, kann auch dies dabei helfen, lokal Speicherplatz zu sparen. Denn iCloud macht es nicht nur möglich, von verschiedenen Geräten aus auf die in der Cloud gespeicherten Bilder und Dokumente zuzugreifen, sondern hilft auch dabei, den Speicher auf dem Macbook zu optimieren. Am einfachsten ist die Aktivierung über das Menü „Über diesen Mac > Festplatten > Verwalten“. Dann klickt man unter „Empfehlungen“ auf "„In iCloud speichern"“ und kann nun sowohl die Fotos aus der Fotos-Mediathek als auch den Inhalt der Ordner „Schreibtisch“ und „Dokumente“ in die Cloud übertragen. Dabei werden aber nur die Bilder aus der Systemmediathek von Fotos kopiert, nicht jedoch diejenigen anderer Mediatheken.

Wer möchte, kann Dokumente und Fotos in iCloud speichern und lokal nur aktuelle Dateien sowie niedrig auflösende Bilder behalten.
Vergrößern Wer möchte, kann Dokumente und Fotos in iCloud speichern und lokal nur aktuelle Dateien sowie niedrig auflösende Bilder behalten.

Wird irgendwann der Speicherplatz auf dem Macbook knapp, bleiben die Originalbilder nur in iCloud gespeichert. Auf dem Mac werden niedrig auflösende Versionen abgelegt, die weniger Speicherplatz benötigen. Bei den Dokumenten verbleiben bei Speichermangel nur neu angelegte oder kürzlich bearbeitete Dateien auf dem Mac, alle anderen liegen in der Cloud und sind mit einem Downloadsymbol gekennzeichnet. Man kann in beiden Fällen auf die Originale nur dann zugreifen, wenn eine Internetverbindung besteht, und muss dafür sorgen, dass in iCloud genügend Speicherplatz verfügbar ist. Mit den standardmäßigen, kostenlosen 5 GB wird man da nicht lange auskommen und muss zumindest auf 50 GB oder 200 GB aufstocken.

Netzlaufwerke zur Auslagerung von Daten

Zu Hause bietet sich auch ein in das lokale Netz integriertes Laufwerk ( Network Attached Storage – NAS ) zum Speichern von Videos, Bildern und Musik an, auf das man per WLAN zugreift. Man kann dazu entweder eine Festplatte per USB mit einem Router mit NAS-Funktion verbinden, oder man schließt ein Netzlaufwerk wie beispielsweise eine Disk Station von Synology oder ein My-Cloud-Laufwerk von Western Digital per Ethernetkabel an den Router an.

An eine Fritzbox lässt sich ein USB-Laufwerk anschließen, auf das man dann per WLAN zugreifen kann.
Vergrößern An eine Fritzbox lässt sich ein USB-Laufwerk anschließen, auf das man dann per WLAN zugreifen kann.

Wer eine Fritzbox sein Eigen nennt, kann eine USB-Festplatte an den Router anschließen und dann mit der integrierten NAS-Funktion verwalten. Bei der im Test verwendeten Fritzbox 7490 dauert es aber lange, um Daten über das WLAN auf die Festplatte zu kopieren. Im Praxistest erreichen wir nur zwischen 3 MB/s und 4 MB/s beim Schreiben, in der Gegenrichtung zwischen 5 MB/s und 7 MB/s. Darum sollte man die Festplatte zuerst am Mac mit den Daten füllen und erst danach an die Fritzbox anschließen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Fritzbox nur die Dateiformate NTFS, FAT und ext2 unterstützt und man auf dem Mac im Festplattendienstprogramm nur das Format FAT zur Verfügung hat. Dann lassen sich jedoch keine Dateien mit mehr als 4 GB auf die Festplatte kopieren, was etliche Videos von der Speicherung ausschließt.

Damit man auf die USB-Festplatte zugreifen kann, müssen der Zugriff auf den Speicher frei gegeben und ein Benutzer eingerichtet werden.
Vergrößern Damit man auf die USB-Festplatte zugreifen kann, müssen der Zugriff auf den Speicher frei gegeben und ein Benutzer eingerichtet werden.

Nach dem Anschließen der Festplatte meldet man sich an der Fritzbox an und markiert „USB-Geräte“ unter „Heimnetz“. Unter „Geräteübersicht“ wird nun die Festplatte angezeigt, hier wirft man sie bei Bedarf auch aus, um sie von der Fritzbox abzustecken. Unter „USB-Einstellungen“ legt man die Art der USB-Verbindung fest (2.0 oder 3.0) und kann die Energiesparoption der Festplatte aktivieren. Danach wechselt man zur Rubrik „Speicher (NAS)“, markiert „Speicher (NAS) aktiv“ sowie den USB-Speicher und aktiviert unten im Fenster „Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB) aktiv“. Im letzten Schritt wechselt man in die Abteilung „System“ und dort zu „FRITZ!Box-Benutzer“. Nun legt man einen neuen Benutzer an, markiert „Zugang zu NAS-Inhalten“ unter „Berechtigungen“ und wählt nach einem Klick auf „Verzeichnis hinzufügen“ die USB-Festplatte aus. Um im Finder auf das Laufwerk zuzugreifen ruft man „Gehe zu > Mit Server verbinden“ im Menü auf, tippt „smb://fritz.box“ in das Eingabefeld ein und meldet sich mit Benutzernamen und Passwort an. Um das Passwort nicht immer wieder neu eintippen zu müssen, sichert man es im Schlüsselbund des Systems.

Damit ein Netzlaufwerk immer schnell gefunden wird, gibt man ihm im Router eine feste IP-Adresse
Vergrößern Damit ein Netzlaufwerk immer schnell gefunden wird, gibt man ihm im Router eine feste IP-Adresse

Per Ethernet anzuschließende Netzlaufwerke gibt es mit einem oder mit mehreren Einschüben für Datenspeicher, wobei für den Privatgebrauch zwei Platten in der Regel ausreichend sein sollten. Man kann sie als gespiegeltes RAID einrichten (das ist der Standard), sodass die Daten auf beiden Platten vorhanden sind. Ein Backup ersetzt ein solches RAID aber nicht, da man weder versehentlich gelöschte Daten noch ältere Versionen eines Dokuments wiederherstellen kann. Die Geräte haben USB-Anschlüsse, an die man externe Festplatten für das Backup anschließt.

Ein Netzwerklaufwerk wird über einen Browser konfiguriert und verwaltet.
Vergrößern Ein Netzwerklaufwerk wird über einen Browser konfiguriert und verwaltet.

Beim ersten Zugriff auf die Einrichtungsseite eines NAS über den Browser sollte man unbedingt dem Admin ein Passwort geben um zu verhindern, dass Einstellungen auf dem Gerät von nicht autorisierten Personen vorgenommen werden. Ebenso sinnvoll ist es, in der Verwaltung des Routers dem Netzlaufwerk eine feste IP-Adresse zu verpassen, sodass es immer unter derselben Adresse zu finden ist. Bei einer Fritzbox macht man dies unter „Netzwerk > Netzwerkverbindungen“. Dort klickt man auf das Bleistiftsymbol neben dem Laufwerksnamen und markiert „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen“.

Damit nicht jeder im Netz auf das NAS zugreifen kann, richtet man Freigaben und Benutzer mit Passwörtern ein.
Vergrößern Damit nicht jeder im Netz auf das NAS zugreifen kann, richtet man Freigaben und Benutzer mit Passwörtern ein.

Um Daten auf einem Netzlaufwerk zu speichern und auf diese zuzugreifen, benötigt man eine Freigabe. Meist ist standardmäßig schon ein öffentlicher Ordner (Public) vorhanden, auf den jeder im Netz zugreifen kann. Sicherer ist es jedoch, eine nicht-öffentliche Freigabe sowie einen Benutzer inklusive Passwort einzurichten, was man in der Bedienoberfläche des NAS im Browser erledigt. Praktischer Weise erscheinen Netzlaufwerke automatisch in der Seitenleiste des Finders und man muss sie dort nur anklicken, um Zugang zu bekommen. Hat man einen Benutzer eingerichtet, muss man beim ersten Zugriff auf „Verbinden als“ klicken und Namen und Passwort eingeben. Speichert man diese Angaben im Schlüsselbund, wird man zukünftig automatisch verbunden. Öffentliche Freigaben werden ohne Anmeldung im Finder-Fenster aufgelistet. Geschwindigkeitsrekorde kann man aber auch mit einem NAS nicht brechen. Das im Test von uns verwendete My Cloud Mirror von Western Digital nimmt Daten per WLAN mit 5 MB/s bis knapp 8 MB/s entgegen. In der Gegenrichtung messen wir zwischen 13 MB/s und 14 MB/s.

 

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