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So schnell surft Deutschland: Internet-Speed im Vergleich

13.02.2019 | 13:33 Uhr | Stephan Wiesend

Der Internet-Dienst Nperf hat die Performance-Leistungen der wichtigsten Internet-Provider miteinander verglichen.

Der franz├Âsische Dienst Nperf erm├Âglicht einem Internetnutzer die simple Messung seiner Internetgeschwindigkeit, geboten wird die Messung per Webseite oder App. In einer ├ťbersicht hat der Dienstleister aus Lyon nun die 2018 gemessenen Performance-Daten analysiert und einige interessante Statistiken ver├Âffentlicht ÔÇô wie schon in fr├╝heren Jahren . Ber├╝cksichtigt wurden dabei 3,4 Millionen Messungen, die Nutzer per Webseite durchf├╝hrten. Die meisten Anwender waren mit 43,4 Prozent Anteil Kunden der Telekom, Vodafone-Nutzer stellten mit 30 Prozent und Unitymedia-Nutzer weitere 12,5 Prozent der Tests. Weitere 6,6 Prozent der Nutzer kamen von O2-Kunden, 5,7 Prozent vom Anbieter 1&1 und 1,8 Prozent von Pyur.

Mit dem Dienst Nperf kann man die Leistung seiner Anbindung testen.
Vergr├Â├čern Mit dem Dienst Nperf kann man die Leistung seiner Anbindung testen.

Der schnellste Anbieter

Unter Ber├╝cksichtigung aller drei gemessenen Werte (Download-Tempo, Upload-Geschwindigkeit und Latenz) landet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia auf dem ersten Platz, mit 110068 Punkten. Sehr ├Ąhnliche Werte erreichen die drei folgenden Anbieter 1&1, PYUR und Vodafone. (95438, 94864 und 94234). Erst auf dem vorletzten Platz findet sich der gr├Â├čte Anbieter, die deutsche Telekom mit 86728. Letzter Platz geb├╝hrt O2 mit 75274 Punkten.

Was man anmerken sollte: Das schlechte Abschneiden der Telekom ist nach unserer Einsch├Ątzung auf die gro├če Anzahl von Kunden abseits der Ballungsgebiete zu erkl├Ąren. Steht doch in vielen l├Ąndlichen Gebieten oft ausschlie├člich eine veraltete Telekom-Anbindung zur Verf├╝gung.

Schneller als letztes Jahr

Interessant sind auch die Durchschnittswerte, die bei den Messungen erzielt wurden. Zumindest unter den Teilnehmern betrug die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit immerhin 35 MB/s und die durchschnittlicher Upload-Rate 7 MB/s. Gegen├╝ber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um zehn Prozent.

Was auff├Ąllt: Beim Vergleich der Upload-Raten schneidet die Telekom vergleichsweise gut ab und erzielt mit 7,57 MB/s den zweith├Âchsten Wert. Die h├Âchsten Uplod-Raten erreichen aber Kunden von 1&1 mit 10,08 MB/. Allgemein steigerten sich die Upload-Raten seit 2017 um zw├Âlf Prozent.

Die h├Âchsten durchschnittlichen Download-Raten bietet Unitymedia mit 68,9 MB/s. Der Anbieter Telekom liegt dagegen mit 23,04 MB/s auf dem vorletzten Platz.

Weniger stark verbesserte sich die dritte gemessene Leistung, die Latenz der Verbindung. Wichtig ist diese Latenz nicht nur f├╝r Online-Game, auch beim Surfen profitiert man von der Reaktionszeit. Durchschnittlich 38 ms betrug die Latenz im letzten Jahr, eine Verbesserung von knapp 2ms gegen├╝ber dem Vorjahr. Auch hier hatten Kunden von Unitymedia die Nase vorn und konnten eine Latenz von 26,06 ms erzielen. Besonders schlecht schnitten dagegen Kunden von O2 mit 46,81 ms ab.

Unsere Meinung

Die Statistiken von Nperf sind mit Vorsicht zu betrachten, da es sich nur um Nutzer des Dienstes selbst handelt. Auch f├╝r die Bewertung der unterschiedlichen Dienste sind die Zahlen nur begrenzt geeignet, bleiben doch Themen wie Netzabdeckung, Preise und Support unber├╝cksichtigt. Zumindest im Durchschnitt steht in Deutschland aber offensichtlich eine recht gute Surf-Performance zur Verf├╝gung, das schlechte Abschneiden der Telekom zeigt au├čerdem noch recht viele M├Ąngel beim Netzausbau.

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