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Stellenabbau bei Amazon

14.02.2018 | 10:55 Uhr |

Amazon streicht Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale und in weiteren Niederlassungen. Vor allem der Endkonsumenten-Bereich soll von den Stellenstreichungen betroffen sein.

Amazon streicht Arbeitsplätze. Und zwar sowohl in der Konzernzentrale in Seattle als auch in einigen Zweigniederlassungen. Das berichtet die Seattle Times unter Berufung auf gut informierte Quellen. Von einigen hundert Stellen ist die Rede, die der Online-Versandriese am Unternehmensstammsitz streichen soll. Hunderte weitere Arbeitsplätze sollen zudem in anderen Amazon-Niederlassungen außerhalb von Seattle wegfallen.

Die wegfallenden Jobs sollen vor allem aus dem etablierten Endkundengeschäft stammen. In anderen Bereichen wie Amazon Web Services und Alexa/Echo wirbt Amazon dagegen neue Mitarbeiter an.

Die Entlassungen werden bereits vollzogen. Die Maßnahme soll in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Für die betroffenen Mitarbeiter will Amazon nach Stellen in Bereichen suchen, in denen Amazon noch einstellt. Amazon soll gegenüber der The Seattle Times die Stellenstreichungen bestätigt haben.

Amazon schreibt nur selten Schlagzeilen mit Entlassungen und auch die jetzt genannten Zahlen sind angesichts der Größe von Amazon als gering einzustufen: Im Dezember 2017 hatte Amazon weltweit 566.000 Mitarbeiter. Andere IT-Unternehmen wie beispielsweise Microsoft haben in den letzten Jahren in ganz anderen Größenordnungen Mitarbeiter vor die Türe gesetzt: Anfang 2017 mussten mehrere Hundert Mitarbeiter Microsoft verlassen und im weiteren Verlauf von 2017 stich Microsoft noch einmal mehrere Tausende Stellen , im Jahr 2015 entließ Microsoft ebenfalls mehrere Tausende Angestellte und 2014 mussten sogar rund 18.000 Mitarbeiter den Redmonder Konzern verlassen.

Allein in Seattle soll Amazon derzeit über 40.000 Menschen beschäftigen. Zum Vergleich: Im Jahre 2010 arbeiteten erst rund 5000 Menschen in Seattle für Amazon. Bei dem starken Mitarbeiterwachstum in den letzten beiden Jahren soll sich aber gezeigt haben, dass Amazon bei einigen Abteilungen zu stark gewachsen sei, wie die Seattle Times erfahren haben will. In den letzten Monaten hatte Amazon bereits die Zahl der ausgeschriebenen Stellenanzeigen reduziert.



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