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Steve Wozniak: "Jobs ist wie Trump"

11.12.2017 | 11:43 Uhr |

Dass ihm Apple-Produkte nicht immer gefallen, ist klar. In Australien zieht Stepen Wozniak jedoch einen schrägen Vergleich.

Eine spektakuläre Aussage diktierte Apple-Mitbegründer Steve Wozniak am Wochenende australischen Reportern in die Blöcke: Donald Trump sei wie Steve Jobs. Auf dem Peevot Summit in Geelong sagte Woz laut Geelong Advertiser (via CNET ) auf die Frage, ob man Tesla-Chef Elon Musk mit dem verstorbenen Apple-Gründer vergleichen könne, wörtlich: "Da ich mit Steve Jobs sehr eng war und mit Elon Musk nicht, würde ich sagen: Steve Jobs ist mehr wie Trump".  Steve Jobs habe "einige schockierende Dinge" gesagt und getan, von denen man niemals hören wollte: "Sie wären einfach nur geschockt, dass ein menschliches Wesen so etwas tun würde."

Was genau, diese Antwort blieb Woz schuldig. Der Apple-Gründer mag ein schwieriger Mensch gewesen sein, man hätte von ihm aber nie gehört, dass alle Mexikaner Vergewaltiger und schlechte Menschen seien oder ihn sich über behinderte Journalisten lustig machen sehen. Auch hatte Steve Jobs ein enormes Arbeitspensum hingelegt und war dafür selten bis nie auf dem Golfplatz, bei POTUS 45 scheint das ein wenig anders herum zu sein. Jobs war auch für seinen teils rüden Umgangston Mitarbeitern gegenüber bekannt, ließ von denen durchaus auch überzeugen , niemals zwang er enge Mitarbeiter zur Lüge, um von eigenen Versäumnissen abzulenken, und um sie anschließen fallen zu lassen

Woz meinte den Vergleich aber vor allem in Sachen Persönlichkeit, was die unternehmerische Vision betrifft, sieht er sehr wohl Parallelen zwischen Steve Jobs und Elon Musk.

In einem Interview mit dem Australian hatte Woz das iPhone X als seinen Ansprüchen nicht genügend kritisiert. Was ihm fehle, sei eine Touch ID, die Apple seiner Ansicht nach auch hinten auf dem Smartphone hätte montieren können, wie es andere Hersteller vorführen.  Face ID würde bei ihm Bezahlungen via Apple Pay merklich ausbremsen und öfter versagen, so dass er immer wieder das Passwort eingeben müsse. Er kenne sogar Nutzer, die Face ID komplett ausgeschaltet hätten und zurück zum Passwort gegangen wären. Tim Cooks Büro habe ihm das iPhone X geschickt, nachdem er sich auf dem freien Markt zunächst vergeblich bemüht habe. Immerhin hatte für Apple aber auch noch einen lobenden Aspekt bereit: Unter den großen, weltumspannenden Unternehmen sei der Mac-Hersteller immer noch derjenige, der sein Geld mit guten Produkten mache. Facebook, Google und Amazon seien aber mittlerweile zu groß geworden und könnten ihre Märkte beliebig dominieren. Die Marktmacht sei besser auf eine Vielfalt von Playern verteilt, so wie es die Blockchain vorführe.

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