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Streit um die Mac-Malware OSX.Pirrit

14.12.2017 | 10:21 Uhr |

Der Entwickler der Malware wollte mit Rechtsmitteln verhindern, dass Forscher eine neue Untersuchung des Programms veröffentlichen.

Streit: Der Sicherheitsforscher Amit Serper von Cybereason warnt vor einer Adware namens OSX.Pirrit , die sich als legitimer Videoplayer tarnt und so vom Anwender bei der Installation Root-Rechte erschleicht. Diese nutzt die Software, sich tief ins System zu verankern und unerwünschte Werbung in den Browser einzuspielen. Dabei setzt die Adware auch auf Apple Script, anders als bei anderen Programmen lässt sich nicht einfach ihr Proxyserver abschalten, was das Programm schwer unschädlich machen lässt.

Serper ist der klaren Ansicht , dass es sich hierbei um Malware handelt, auch die meisten Virenscanner identifizieren OSX.Pirrit als eine solche. Naturgemäß sieht das deren Hersteller, die israelische Firma TargetingEdge anders und hat mit einer einstweiligen Verfügung versucht, Serpers Veröffentlichung zu verhindern, berichtet ZDNet. Deren Produkte seien keine Malware, einen direkten Bezug zu OSX.Pirrit, den Serper herstellte, bestätigt das Unternehmen nicht, dementiert diesen aber auch nicht: Die Adware wird schlicht nicht namentlich in dem von Anwälten abgegebenen Statement erwähnt.

Serper erklärt seine Einstufung als Malware aber nachvollziehbar: "Es gibt keine Unterschiede zwischen einer traditionellen Schadsoftware, die Daten seiner Kunden stiehlt und einer Adware, die das Surfverhalten der Nutzer ausspäht und sie mit darauf abgestimmter Werbung belästigt, besonders dann, wenn diese Programme sich als Antivirusprogramme oder Apple-Support-Scams ausgeben. Wenn Code vorliegt, der Daten auswertet und sich auf einem Computer versteckt, damit er nicht gefunden und entfernt wird, handelt es sich um Malware, so klar und einfach ist das."

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