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Streit um iOS-Adressdaten – Einigung auf 5,3 Mio. USD

07.04.2017 | 15:29 Uhr |

Acht Social-Media-Firmen haben sich vor Gericht mit den Klägern in einer Sammelklage auf die Zahlung von 5,3 Mio. US-Dollar geeinigt.

Angefangen hatte es vor fast genau fünf Jahren: Im Februar 2012 sind erste Berichte erschienen, die Social-Media-App namens Path wollte von ihren Nutzern die Freigabe der eigenen Adressbücher, weil sie diese mit ihrer Nutzerdatenbank abgleichen wollte und gegebenenfalls benachrichtigen, wenn jemand von der Kontakte bereits ein Konto bei Path hatte. Dazu hat die App sämtliche Adressbücher eines iPhones oder iPads auf die  Server des Herstellers hochgeladen. Später hat sich herausgestellt, dass bei den meisten Apps die Übertragung der Nutzerdaten dazu unverschlüsselt passierte ( Wir berichteten ).

Der Vorfall schaffte es in die Schlagzeilen, Apple hat seitdem den System- bzw. Datenschutz verbessert und nach und nach einen Standard-Zugriff auf persönliche Daten sowie Kamera und Mikrofon eines iPhones verboten. Mittlerweile muss eine App um Erlaubnis bitten, um auf Fotos, die Adressen oder auf die Kamera zugreifen zu können.

Doch der Datenstreit hatte ebenfalls rechtliche Folgen: Nutzer in den USA haben eine Sammelklage gegen mehrere App-Anbieter sowie Apple eingereicht. Nun haben sich nach fünf Jahren acht davon entschieden, eine Entschädigung an die Kunden zu zahlen . Dabei sind Twitter, Instagram, Foursquare, Yelp, Path, Gowalla, Foodspotting und Kik. Die Summe bei der Einigung scheint zunächst beachtlich – 5,3 Millionen US-Dollar. Ein Teil davon kann jeder in den USA bekommen, der die acht Apps von 2009 bis 2012 heruntergeladen hat. Geteilt durch Millionen an Downloads bei jeder App wird sich die Entschädigungssumme für jeden einzelnen Nutzer wohl auf wenige Dollar belaufen, je mehr von den acht Apps der Nutzer in der Zeit heruntergeladen hat, desto mehr Anteile kann er bekommen.

Doch der Prozess ist somit noch nicht zu Ende. 2012 hat er mit 18 Beklagten begonnen, die sich nach und nach mit den Kläger geeinigt haben, jetzt bleiben nur noch zwei – Apple und Linkedin.

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