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Stromsparen: So teuer sind iPhone und Macbook beim Aufladen

14.03.2017 | 13:43 Uhr |

Täglich ein iPhone oder Macbook aufzuladen kostet Strom – ein iPhone ist dabei aber überraschend sparsam.

Lädt man den Akku seines iPhones täglich auf oder lässt es über Nacht am Ladegerät, fragt sich wohl so mancher, wie viel Geld das kostet. Ist doch Strom teuer und iPhones leistungsfähige  Kleincomputer mit immer größeren Akkus. Von der langen Ladedauer darf man sich dabei aber nicht irritieren lassen: Trotz mehreren Stunden Ladezeit sind die Kosten zu vernachlässigen. Ein iPhone 7 nutzt einen Akku mit 1960 mAh, für ein komplettes Aufladen muss man etwa 10 000 mWh oder 0,01 kWh aufwenden . Bei einem in München üblichen Preis von 25 Cent pro kWh kostet ein Aufladen also gerade einmal 0,25 Cent. Auch bei täglichem Laden kommt man so auf jährliche Kosten von 92 Cent (aufgerundet).

Das ist es kein Problem, dass USB-Ladegeräte nur einen Wirkungsgrad von etwa 70 Prozent haben, also mehr Strom verbrauchen, als beim Akku „ankommt“. Das gilt ebenso für externe Ladegeräte.

Etwas teurer kommen natürlich iPad und Macbook. Ein iPad Pro 9,7 beinhaltet einen Akku mit 7300 mAh, kostet also etwa das Vierfache. Apples Mobilgeräte nutzen eben sehr effiziente Hardware und sind auf minimalen Stromverbrauch getrimmt. Teurer kommen allerdings Macs und Macbooks: Ein Macbook 15-Zoll von 2016 bietet einen Akku mit 76 Wattstunden. Selbst bei täglichem Laden kommt man da aber auf immer noch erträgliche Kosten von 3 Cent pro Tag oder zehn Euro pro Jahr. Die Kosten variieren natürlich je nach Stromanbieter um einige Cents, in den USA liegen die Strompreise sogar nur bei knapp der Hälfte der deutschen Stromkosten.

Im Vergleich zu manchem Gaming-Rechner sind Apples Rechner echte Stromsparer, bei Mac Mini und iMac messen wir regelmäßig sehr niedrige Verbrauchswerte. Hier hängt der Stromverbrauch aber auch sehr stark von der Nutzung ab. So verbraucht nach unseren Messungen ein iMac 21,5-Zoll im normalen Betrieb etwa 40 Watt, bei hoher Auslastung bis zu 80 Watt. Laut Angaben von Apple (laut BTU) ist allerdings der aktuelle 27-Zoll-iMac 27-Zoll weniger genügsam, hier kann der maximale Stromverbrauch sogar auf bis zu 240 Watt steigen – nicht zuletzt wohl wegen des 5K-Bildschirms und leistungsfähigerer Grafikkarte.

Bei alten Mac-Modellen wie dem Mac Pro oder gar den Power Mac G5 konnte der Betrieb aber wirklich ins Geld gehen. So verbrauchen einige alte Modelle selbst ausgeschaltet noch viel Energie und erzielen im Leerlauf bis zu 185 Watt oder sogar bis zu 550 Watt unter Maximallast - kein Wunder, dass der Autor neben seinem alten Power Mac G5 selbst im Winter immer warme Füße hatte.

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