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Stromspeicher: Durchbruch bei Fluorid-Akkus

17.12.2018 | 15:13 Uhr | Michael Söldner

Forscher haben den Weg für die Marktreife von Fluorid-Akkus geebnet. Die Batterien funktionieren nun auch bei Raumtemperatur.

Vom Smartphone bis zum E-Auto: Die meisten Anwendungen setzen derzeit auf Lithium-Ionen-Akkus. Die Technik scheint ausgereift, doch möglicherweise steht ihr Nachfolger schon in den Startlöchern. Das Magazin Science berichtet in der aktuellen Ausgabe von Fluorid-Akkus, die bei gleicher Größe die achtfache Energiemenge heutiger Akkus speichern können. Bislang stellte die Technologie Forscher jedoch vor ein riesiges Problem: Die Akkus funktionierten nur bei Temperaturen ab 150 Grad. Eine Arbeitsgruppe des Jet Propulsion Lab am Caltech konnte diese Einschränkung nun jedoch umgehen. Ihre Fluorid-Akkus funktionieren durch mehrere Anpassungen auch bei Raumtemperatur.

Möglich wurde dies durch bessere Elektrolyte, die die Ladung zwischen Kathode und Anode transportieren. In Kombination mit einem Lösungsmittel kann das eingesetzte Fluorid auch bei niedrigen Temperaturen hohe Spannungen abgeben. Die Anschlüsse mussten zudem mit einer Hülle aus Lanthantrifluorid überzogen werden, um ein Auflösen der Kupferkerne zu verhindern. Die ersten sieben Lade- und  Entladezyklen verliefen im Test problemlos. Dennoch dürfte die Marktreife von Fluorid-Akkus noch einige Jahre auf sich warten lassen. Schließlich müssen die Akkus auch im Dauerbetrieb sicher anwendbar sein.

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