2354291

Studie: Apple News setzt nur auf wenige Quellen

07.06.2018 | 10:50 Uhr | Peter Müller

Columbia Journalism Review hat über fast zwei Jahre die Auswahl der Nachrichten bei Apple News beobachtet und einige Muster festgestellt.

Der News-Feed von Facebook enthält immer weniger Nachrichten von seriösen Zeitungen und Zeitschriften und bevorzugt von den Freunden geteilte Links – die ja auch gerne mal hanebüchen sein können. Nicht nur Verleger fanden diese Veränderung problematisch, Apple News sollte neue Hoffnung geben und die Chance, Themen und Artikel besser an den Mann und die Frau zu bringen.

Anders als Facebook setzt Apple News auch nicht auf Maschinen, sondern auf eine menschliche Redaktion. Doch dies kann auch zu einem Nachteil führen, wie eine Studie von Tow Center ergibt : Editorial Bias, also eine Art redaktionelle Filterblase oder Vorurteile. Denn die Apple-News-Redaktion würde immer wieder die gleichen Quellen für ihre Arbeit der Weiterverbreitung von Nachrichten nutzen. In den USA sei die New York Times die meistzitierte Quelle, im UK der Daily Telegraph, jeweils auf Kosten kleinerer und regionaler Nachrichtenseites.

Die Kollegen von iFun haben vor rund zwei Jahren, noch bei iOS 10 Beta, kritisiert, dass die deutsche Variante von Apple News fast ausschließlich Boulevard-Meldungen über Mord, Totschlag und Sex auf die iPhones der Nutzer spült. Mittlerweile hat sich die Auswahl der Nachrichten über das News-Widget etwas verbessert – man kann hin und wieder auch Inhalte der Süddeutschen & Co. sehen, wie Meedia anmerkt , bleibt Apple News in Deutschland immer noch eine "Black Box" sowohl für Verleger als auch für die Nutzer.

Macwelt Marktplatz

2354291