2276103

Studie beweist: iPads helfen jungen Schülern beim Lernen

26.05.2017 | 12:14 Uhr |

In einer Studie wurde an mehreren Hundert jungen Schülerinnen und Schülern getestet, wie iPads im Schulunterricht das Lernen verbessern können. Besonders auf zwei Gebieten zeigen die technischen Geräte großen Einfluss.

Heutzutage versuchen viele Schulen mit Hilfe der Technik einen modernen Unterricht zu ermöglichen. Denn das Konzept, welches dahintersteckt, ist denkbar einfach: Womit sich Schüler und Schülerinnen in ihrer Freizeit gerne und vor allem freiwillig beschäftigen, kann sich auch nur positiv auf den Unterricht auswirken. Nicht ohne Grund setzen weltweit Lehrer immer mehr auf die Einbindung von iPads im Schulunterricht. Ob diese aber wirklich dabei helfen, die Fähigkeiten der Schüler zu fördern und weiterzuentwickeln, war bisher noch nicht bestätigt.

Apple stellt ein Weiterbildungsprogramm für Lehrer in Deutschland vor

Laut BBC hat eine zweijährige Studie aus Nord-Irland genau das an 650 Schülerinnen und Schülern erforscht. Unter dem Aspekt „Mobile Devices in Early Learning“ sollte vor allem der Einfluss technischer Geräte bei Schülern im Grundschulalter untersucht werden.

Die Studie zeigt, dass sich die digitale Technologie positiv auf die Lese- und Schreibfähigkeiten sowie rechnerische Fähigkeiten der Schüler auswirkte. Auch wenn der Einsatz von iPads im Klassenzimmer anfangs Kritik erntete, förderten die Tablets die kommunikativen Fertigkeiten. Darüber hinaus empfinden die Kinder das Lernen mittels iPad eher als Spielerei und sind zudem noch motivierter und zeigten mehr Interesse am Unterricht. Diesbezüglich zeigten laut der Studie vor allem die Jungen mehr Interesse am Schreiben.

Trotz dieser positiven Ergebnisse müsse der Einsatz relativiert werden, findet Dr. Colette Gray, die maßgeblich an der Studie beteiligt war. „Es ist kein Allheilmittel oder etwa gar der Heilige Gral, aber es handelt sich hierbei um eine weitere Methode, um Kinder zu erreichen, deren Fähigkeiten ansonsten nicht gefördert werden können.“

Papier und Stift – oder von Gray auch „Old School Methods“ genannt – werden trotz der neuen und modernen Lernmethoden nicht ganz aus den Klassenzimmern verschwinden. Es handle sich hierbei um eine gesunde Balance. Schließlich mussten sich auch viele der Lehrer erst an diese neuen Lernmethoden gewöhnen.

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

2276103