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Telekom startet Aufbau von Ladenetz für Elektroautos

05.11.2018 | 14:58 Uhr | Denise Bergert

Die Deutsche Telekom will das schnellste urbane Ladenetz für E-Autos in Deutschland aufbauen. Die ersten Ladestellen gehen in dieser Woche in Betrieb.

Die Deutsche Telekom beginnt mit dem Aufbau eines bundesweiten Netzes mit öffentlichen Ladestellen für Elektroautos. Die ersten Ladestationen gehen heute in Bonn und Darmstadt in Betrieb . E-Auto-Besitzer können ihr Fahrzeug hier mit bis zu 22 Kilowatt per Wechselstrom laden. In Bonn steht auch eine Schnellladestation mit 150 Kilowatt per Gleichstrom zur Verfügung.

Für den Aufbau des bundesweiten Netzes rüstet die Telekom Teile der vorhandenen Telekommunikations-Infrastruktur um. Bei den meisten Stationen wird es sich um Kabelverzweiger – also die bekannten „grauen Kästen“ am Straßenrand – handeln, die mit einer eigenen Stromversorgung und einer digitalen Messstelle erweitert werden. Die Telekom-Standorte mit Mittelspannungsanlagen sollen mit Schnellladestationen aufgerüstet werden. Pro Ladestelle finden maximal zwei Fahrzeuge Platz. Für den weiteren Ausbau hat sich die Telekom einen engen Zeitplan gesteckt. In den nächsten drei Monaten sollen weitere 100 Standorte folgen. In den nächsten drei Jahren mehr als 400.

Ganz billig ist die Nutzung der Telekom-Stromtankstellen jedoch nicht. Aktuell kostet das pauschale Laden an den Schnellladestationen 14,49 Euro und an den langsameren Stationen 7,89 Euro. Dafür bietet die Telekom jedoch auch ein spontanes Laden ohne vorherige Anmeldung. Der Konzern akzeptiert die Zahlung per PayPal und Kreditkarte sowie Ladekarten anderer Anbieter. Eine eigene Ladekarte ist ebenfalls in Planung. 

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Bundesverband CarSharing (bcs), der Bundesverband Solare Mobilität (BSM) und die Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg verlangen von der Telekom eine einfache und transparente Ladeinfrastruktur. Die Ladevorgänge sollen per Kilowattstunde abgerechnet werden und nicht pauschal. Es bleibt abzuwarten, ob die Telekom dieser Forderung nachkommen wird.

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