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Test: Akvis Nature Art 10 mit eindrucksvollen Effekten

10.04.2018 | 14:53 Uhr | Thomas Hartmann

Mit Akvis Nature Art lassen sich insbesondere die Wetterbedingungen auf einem digitalen Foto verändern. Wir haben die neueste Version getestet.

Am meisten interessierte uns an der neuen Version der hinzugefügte Sternenhimmeleffekt. Denn von der Art her und auch abgesehen von der nach wie vor wenig attraktiven Benutzeroberfläche hat sich Akvis Nature Art seit unserem letzten Test der Version 7 im Jahr 2015 wenig geändert . Dafür funktionieren einige der Filter, auf das passende Objekt angewendet, immer noch prima, ohne dass man zu viel Feinarbeit dafür leisten müsste, das genau ist ja auch Sinn und Zweck einer solchen Anwendung. Denn natürlich ließe sich vieles davon auch in Bildbearbeitungen wie Photoshop anfertigen. Doch eben mit sehr viel mehr Aufwand.

Sturm, Sterne oder ein See per Mausklick

In Akvis Nature Art 10 fügt man ausgewählte Natureffekte dagegen ganz einfach hinzu. Man öffnet ein passendes Bild, wählt rechts im Programmfenster unter Effekten den gewünschten aus, zum Beispiel den neuen Sternenhimmel. Hier lassen sich weitere Filter und Parameter anwählen wie Leuchtspuren, Meteore und Nebel. Für jeden dieser Effekte sind Feineinstellungen wie die Farbe, Größe, Dichte und andere Feinheiten möglich. Außerdem gibt es für jeden Filter diverse Presets, die trotz deutscher Benutzerführung des Gesamtprogramms mehr oder weniger aussagekräftige englischsprachige Namen wie ”Akvis Deep Space” oder ”Perseids” präsentieren und unterschiedliche Wirkungen generieren. Nun fährt man mit dem Pinsel über die Stellen, die von dem Effekt betroffen sein sollen, und mit Klick auf den Ausführungspfeil wird das digitale Foto entsprechend verändert.

Schwarzer Himmel: Nicht ohne schöne Sterne

Für unseren Test des Sternenhimmels nehmen wir ein dunkles Foto mit einer Sphingenreihe aus Luxor in Ägypten. Dessen düsterem Himmel fügen wir mit wenigen Pinselstrichen Sterne hinzu oder auch Kometenschweife, was für unseren Geschmack recht überzeugend ausfällt. Doch auch mit einem Foto vom hellen Tageslicht im Elsass lässt sich der blaue, leicht bewölkte Himmel unauffällig mit ein wenig Sternenanstrich versehen. Ob das nun realistisch ist oder nicht – es wirkt jedenfalls ganz nett.

Effekte mit unterschiedlicher Überzeugungskraft

Auch andere Tricks, Filter und Effekte wie Wasser, Feuer oder Regen probieren wir aus, manche wirken überzeugend, andere dagegen haben doch eine eher unrealistische Anmutung. Dann ist oft Feinarbeit angesagt, aber dies macht natürlich den eigentlichen Sinn dieses Programms fraglich. Beispiele dafür finden sich in unserer Bildergalerie, hier kann man sich von den Ergebnissen selbst überzeugen. Eine Funktion Original/Ergebnis für den Vergleich ist hilfreich, leider gibt es keine Echtzeit-Vorschau.

Akvis Nature Art 10 versteht sich nun auch auf das RAW-Format zahlreicher Kameras. Gespeichert werden kann als TIFF, JPEG, Bitmap oder PNG. Die Möglichkeiten des Teilens in sozialen Netzwerken sind immer noch relativ rudimentär, neben Twitter bietet die Bildbearbeitung lediglich Flickr, Tumblr und Google+, andere wie Snapchat, Instagram oder Facebook fehlen. Hinzugekommen ist unter anderem volle Kompatibilität mit Photoshop CC 2018 sowie neue Vorlagen zur Gestaltung eigener Fotos von Grund auf.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Nature Art 10   gibt es wie von Akvis gewohnt als eigenständiges Programm sowie als Plugin-Filter für Alive Colors, Adobe Photoshop und andere Bildbearbeitungsprogramme. Die Software läuft unter Windows, auf Macs ist mindestens OS X 10.7 erforderlich. Eine Home-Lizenz von Akvis Nature Art kostet 68 Euro, weitere Lizenzmodelle mit unterschiedlichen Funktionalitäten und Rechten zeigt die Übersicht hier . Eine Lizenz lässt sich auf zwei Rechnern gleichzeitig nutzen. Die Aktualisierung ist kostenlos für diejenigen Benutzer, die Nature Art innerhalb des letzten Jahres erworben haben. Benutzer, deren Lizenz für das kostenlose Update nicht gültig ist, können auf Nature Art 10 für 14 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer upgraden. Für unseren Test haben wir die Home Deluxe als Standalone und Plug-In genutzt (kostet 99 Euro), welche ebenso wie die Business-Variante für kommerzielle Zwecke (178 Euro) die zusätzlichen Filter für Sternenhimmel, Feuer und Eis bietet, die bei den einfacheren Ausgaben fehlen (dort gibt es dann beispielsweise Regen, Sonne, Wasser und Blitz und weitere, die in Deluxe und Business ebenfalls enthalten sind).

Fazit und Empfehlung

Der neue Filter Sternenhimmel hat uns wirklich gut gefallen, die Effekte überzeugen. Wie gesagt, ist die Auswahl eines passenden Bildes im Vorfeld wichtig, und nicht alle Filter und Effekte beeindrucken uns genauso. Vor allem für den Hobby- und den semi-professionellen Gebrauch sind aber viele Möglichkeiten in Akvis Nature Art durchaus ausreichend und empfehlenswert.

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