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Tim Cook lobt starke Frauen – darunter Kanzlerin Merkel

17.01.2018 | 12:46 Uhr |

In einem Interview mit Rebecca Kahn von der amerikanischen Nichtregierungsorganisation National Center for Women and Information Technology (NCWIT) äußert sich Apple-Chef Tim Cook über weibliche Vorbilder.

Rebecca Kahn wollte vom Apple-CEO unter anderem wissen, was er über Diversität in der Gesellschaft und in der Wirtschaft denkt. Und was leitende Manager und Chefs in der Technologieindustrie tun könnten, um mehr Frauen zu Ausbildung und Karrieren in der Computerwissenschaft zu animieren. Hier fordert Cook, dass Kinder schon in den Eingangsstufen der Schulklassen mit Programmieren (Coding) beschäftigt werden sollten. Als ”Advokat für mehr Frauen” in leitenden Positionen möchte er außerdem, dass Firmen die Bedeutung von Frauen in Führungsrollen anerkennen und ihnen mehr Flexibilität zugestehen, was etwa auch die Integration von Familienangelegenheiten betrifft. Vielleicht ein Seitenhieb gegen den derzeitigen US-Präsidenten Trump könnte sein, wenn er die Gesellschaft und Firmen ermuntert, jedermann mit Würde und Respekt zu behandeln.

Außerdem bringt er in dem Interview seine Bewunderung für verschiedene starke Frauen zum Ausdruck, darunter die Viersternegeneralin der amerikanischen Luftwaffe, Lori Robinson, die er für ihre "unglaubliche Führerschaft in Menschlichkeit und Demut” lobt, oder auch die US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks (1913 - 2005), die für ihn eine ”ziemliche Heldin“ ist, welche das Bürgerrecht in den USA um Jahre vorangebracht habe. Und überraschenderweise fällt in diesem Zusammenhang auch der Name der deutschen (geschäftsführenden) Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese hält er für eine ”phänomenale Führungspersönlichkeit nicht nur für Deutschland, sondern die Welt” – näher begründet er diese Einschätzung allerdings nicht.

Kritiker weisen darauf hin, dass Apple freilich selbst Nachholbedarf sowohl bei weiblichen Führungskräften als auch in Sachen Diversität habe. Dennoch ist Tim Cook ein prominenter Spitzenmanager, der soziale Fragen in vielen Aspekten immer wieder öffentlich anspricht.

Rebecca Kahn, die den Apple-Chef interviewt hat, ist selbst Computerprogrammiererin mit einem starken Hang für medizinische Aufgabenstellungen. So hat sie eine chirurgische Operation am offenen Herzen simuliert, indem sie eine Kinect-Kamera für Highschool-Studenten einsetzte.

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