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Tim Cook rät, iPhone mal ab und zu zur Seite zu legen

22.01.2018 | 09:49 Uhr | Peter Müller

In einem Interview mit "Guardian" spricht Tim Cook über Programmieren, soziale Medien und Paradise Papers.

Interview: Apple hatte letzten Freitag angekündigt, sein Curriculum " Everyone Can Code " an 70 Universitäten anzubieten. Anlässlich der Ankündigung traf sich der britische "Guardian" zu einem Gespräch mit Apple-CEO Tim Cook am Harlow College in Essex, das auch an dem Programm teilnimmt. Cook ging dabei auf die von Anlegern erhobenen Vorwürfe ein, das iPhone würde vor allem Kinder und Jugendliche süchtig machen. Es sei nicht Apples Ziel, dass seine Kunden die Technologie die ganze Zeit über benutzten, beteuert Cook, an eine Übernutzung der Technik glaube er nicht. Man solle das iPhone auch ab und an zu Seite legen und Grenzen setzen. Seinem Neffen erlaube er etwa die Nutzung von sozialen Netzwerken nicht.

Cook ging auch kurz auf die Paradise Papers ein, in denen Apple unter anderem Steueroptimierung vorgeworfen wird. Er habe die Veröffentlichung nicht alle gelesen, könne also kein abschließendes Urteil fällen, halte aber derartige Berichte einer freien Presse für essentiell für die Demokratie. Steuererhebung für global agierende Unternehmen sei auch ein weltweit im Einvernehmen zu lösenden Problem, anderenfalls drohe ein Wettstreit zwischen Nationen, die jede ein bestimmtes Stück abhaben wollten. Apple – und auch andere internationale Konzerne – haben bisher davon profitiert, dass Länder wie die Republik Irland, die Niederlande oder Luxemburg mit niedrigen Steuersätzen lockten, um überhaupt etwas von anderswo verdientem Geld abzubekommen.

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