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Tim Cook warnt vor militärischen Präzision der Datenindustrie

25.10.2018 | 10:22 Uhr |

In der EU findet Tim Cook offene Ohren für seinen Aufruf gegen Datensammelei. Apples CEO vertritt Cupertinos Position auf einer Datenschutz-Konferenz.

Apples Einstellungen zu Datenschutz sind bekannt, Tim Cook hat bei seiner Rede auf der International Conference of Data Protection and Privacy Commissioners in Brüssel die Position seines Unternehmens aber nochmals vehement vorgestellt und der Sorge vor Datenmissbrauch Sorge verliehen. Gewinne über Datenschutz zu stellen, sei – für andere Unternehmen – nichts Neues, aber die Nutzung von Daten habe sich derart industrialisiert, dass Daten mit militärischer Präzision nun als Waffen gegen die Kunden eingesetzt würden.

Daten, die einzeln nur harmlos seien, würden sorgfältig gesammelt, aufbereitet und verkauft. Das berge aber eine Gefahr in sich, warnt Cook mit einem Bild: "Wenn grün Ihre Lieblingsfarbe ist werden sie feststellen, dass Sie viele Artikel lesen und Videos anschauen, die sich über die Gefahren drehen, die von Leuten ausgehen, die orange mögen." Man solle diese Art der Überwachung nicht ignorieren, die Unmengen von persönlichen Daten würden nur den Firmen wirtschaftlich nutzen, die sie sammeln. Besonders demokratische Staaten müssten aber aufpassen, dass die Daten seiner Bürger nicht dazu missbraucht würden, Wahlen zu manipulieren.

"Plattformen und Algorithmen, die versprochen haben, unsere Leben zu verbessern, können in der Tat unsere schlechtesten Seiten verstärken", warnt Cook weiter. Schurkische Akteure und sogar Regierungen haben sich des Vertrauens der User bedient, um Spaltungen voranzutreiben Gewalt zu fördern und den gemeinschaftlichen Konsens über das, was wahr ist und was gelogen, zu zerstören.

Hier die komplette Rede von Tim Cook im Video (22 Min) .

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