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Trotz Alexa & Co.: Warum wir auf Homepod warten

18.01.2018 | 09:29 Uhr |

Hat nun der Homepod endgültig den Anschluss verpasst oder gibt es noch mehr Nutzer, die trotz Alexa und Google Home darauf warten?

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Apple endlich einen konkreten Termin nennt, zum der smarte Lautsprecher Homepod in den Handel kommt. Wie man hört, ist die erste Million Geräte verschifft , in wenigen Wochen kann in der englischsprachigen Welt die Auslieferung beginnen. Womöglich nennt Apple ja schon heute das Datum, vielleicht ist der Homepod ja schon ab übernächster Woche vorbestellbar und die Woche darauf bei den Kunden? "Early 2018" wäre nach Apple-Sprech zwar auch noch im April, die Zeichen stehen aber günstig, dass wirklich noch vor dem Ausbruch des Frühlings Apples Antwort auf Amazons Echoes und Googles schlaue Lautsprecher in US-Haushalten Einzug nehmen und auch in den UK und Australien.

Warum das so lange gedauert hat, die Ankündigung erfolgte doch schon letzten Juni? Auch hier ist der Grund bei der Konkurrenz zu suchen, denn Amazon hat sich mit dem Echo-System und Alexa einen bedeutenden Vorsprung verschafft, den Apple gewiss nicht mit einem halbgaren Produkt wird aufholen können. Der erste Schuss muss sitzen, sonst kann Apple gleich wieder einpacken. Immerhin sind die Aussichten nicht die schlechtesten, schlaue Lautsprecher finden immer mehr Fans . Bequem sind sie unbestrittener Weise, aber mit der Bequemlichkeit holt man sich auch potentielle Sicherheitsrisiken ins Haus.

Wir wollen Amazon hier mal nicht unterstellen, Echo ständig auf Empfang zu stellen und so Zugang zu jedem Haushalt zu bekommen und glauben erst einmal das Versprechen, Dot, Show, Spot und der originale Echo reagieren wirklich nur auf das Stichwort. Aus eigener Erfahrung wissen wir aber, dass das Echo nicht nur auf das Stichwort "Alexa" reagiert, sondern auch öfter sich mal angesprochen fühlt, wenn es gar nicht gemeint war. Mit den anderen Triggern "Computer", "Echo" oder "Amazon" ist es auch nicht viel anders, ein eigenes Wort wählen zu können, wäre schon mal ein Fortschritt. Zu diesem Zweck besser ist auch eine Phrase wie "Hey Siri!", die man in einem normalen Gesprächsverlauf nicht verwenden würde.

Irritiert hat uns bei unseren Versuchen auch die Tatsache, dass bei den Echoes ab Werk etwa der Spracheinkauf aktiviert ist. Man muss Amazon hier keine Absicht unterstellen, denn natürlich will der Hersteller, dass mit Alexas Hilfe die Leute noch öfter einkaufen als ohnehin schon. Den Spracheinkauf muss man noch dazu für jedes Gerät einzeln abstellen, das ist kein Versehen, sondern bloße Absicht.

Hier kann man auf den Homepod hoffen. Zwar will auch Apple seine Umsätze und seine Services mit dem Gerät verbessern, doch geht es Cupertino nicht darum, Handelsplattform für den täglichen Bedarf zu werden. Medieninhalte hingegen will Apple mit dem Homepod sehr wohl aggressiv in die Wohnzimmer der Kunden bringen und nicht zuletzt Siri stärken. Denn Apples KI hinkt nicht nur wegen eines besseren Datenschutzes der Konkurrenzn hinterher, sondern vor allem wegen weniger intensiver Nutzung. Unterwegs ergibt Siri im Auto auch deutlich mehr Sinn als auf iPhone oder Apple Watch, aber so richtig könnte Siri ihre Qualitäten im Wohnzimmer ausspielen. Der Homepod kommt also keinen Tag zu früh.

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