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Weiße Haus dementiert Strafzoll-Ausnahmen für Apple

20.06.2018 | 09:32 Uhr |

Offenbar will das Weiße Haus nichts von den zugesicherten Ausnahmen bei iPhone-Importen aus China wissen.

Update vom 20. Juni 2018:

Keine Ausnahme: Von einer Ausnahme für Apple im beginnenden Handelskrieg mit China will der Wirtschaftsberater der US-Regierung Peter Navarro laut Bloomberg nichts wissen. China könne auch außer Zöllen etwas unternehmen, um US-Unternehmen zu schaden, das würde weitere Konsequenzen nach sich ziehen, droht Navarro. Wie Bloomberg spekuliert, könnte Trump jedoch seine Entscheidung bezüglich möglicher Ausnahmen für Apple seinem Team einfach noch nicht kommuniziert haben. Apple wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Dass der iPhone-Hersteller aber vom aufziehenden Handelskrieg besonders betroffen sein wird, legt CNBC mit Zahlen dar . Denn Apple lässt nicht nur iPhones für alle Welt im Perlflussdelta fertigen, sondern hat sich in China auch einen bedeutenden Absatzmarkt geschaffen. Etwa 20 Prozent seiner Umsätze erwirtschaftete Apple im letzten Jahr dort, was über 40 Milliarden US-Dollar entspricht.

Ursprüngliche Meldung vom 19. Juni 2018:

Die US-Regierung will massive Straf- oder Schutzzölle auf chinesische Importwaren erheben, doch in China produzierte iPhones sollen davon ausgenommen haben. Dies soll Präsident Trump dem Apple-CEO Tim Cook zugesagt haben, berichtete die " New York Times ". Wann das genau geschah, geht aus dem Bericht nicht hervor. Im April hatte Tim Cook bei einem Besuch im Weißen Haus vor einem Handelskrieg mit China gewarnt.

Mit dem Verzicht auf Zölle für das iPhone ist Apple aber noch lange nicht aus dem Schneider. Denn das Unternehmen muss die Reaktionen der chinesischen Behörden fürchten. Diese könnten die Lieferkette blockieren oder die Produkte stärker überprüfen und somit Verzögerungen verursachen. Der Automobilhersteller Ford klagt bereits über derartige Verzögerungen in chinesischen Häfen.

Derweil eskaliert der Handelskrieg zwischen den USA und China . Beide Länder beschuldigen einander unlautere Handelspraktiken anzuwenden, China hat als Antwort auf die Strafzölle der USA ähnliche Sanktionen angekündigt. Das chinesische Wirtschaftsministerium hat die aktuellen Entscheidungen aus den USA gar als "Erpressung" bezeichnet.

Da China für Apple mittlerweile zu dem zweitgrößten Absatzmarkt für Geräte, aber auch für Software und Dienste geworden ist, wird das Unternehmen so oder so in die Mitleidenschaft gezogen, egal ob die iPhones in die USA ohne Strafzölle importiert werden dürfen oder nicht.

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