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Trumps Cybersecurity-Berater versteht Hyperlinks nicht

05.12.2018 | 11:22 Uhr |

Der Cybersecurity-Berater von US-Präsident Donald J. Trump beging einen kleinen Fehler auf Twitter und wittert eine Verschwörung.

Donald Trumps Cybersecurity-Berater, Rudy Giuliani, tut es dem US-Präsidenten gleich und nutzt Twitter, um Politik zu betreiben. Kürzlich schrieb er auf Twitter rund um die Untersuchung des Sonderstaatsanwalts Robert Müller über mögliche Verbindungen zwischen dem Wahlkampf von Präsident Donald Trump und den russischen Bemühungen, sich in die Präsidentschaftswahl 2016 einzumischen.

Hier passierte ihm jedoch ein kleiner Schreibfehler. Nach dem Satz, den er mit „G-20.“ beendet hatte, hatte der Cybersecurity-Berater ein Leerzeichen vergessen und den neuen Satz mit „In“ begonnen, die Twitter-KI zauberte daraus die URL: http://G-20.In

Ein Twitter-Nutzer und Trump-Gegner sah den Fehler und registrierte sich die Domain kurzerhand. Auf der Seite thront nun der Satz „Donald J. Trump is a traitor to our country (Donald J. Trump ist ein Verräter unseres Landes)”. CNET überprüfte den Whois-Eintrag, die URL wurde von einer kleinen Webdesign-Firma aus Atlanta, USA, mit dem Namen Pixel Riot gekauft. Pixel-Riot-Gründer Jason Velazquez bestätigte gegenüber CNET, dass er die Domain gekauft und die Webseite erstellt hat.

So weit, so unspektakulär. Jedoch sieht Trumps „Cybersecurity-Berater“ die Sache nicht als kleinen Streich eines Trump-Gegners, vielmehr wittert er hier eine Anti-Trump-Verschwörung seitens Twitter gegenüber dem aktuellen US-Präsidenten:

„Twitter erlaubte jemandem, meinen Text mit einer abscheulichen Anti-Präsidenten-Nachricht zu verunstalten. Das Gleiche passierte später erneut, kein Leerzeichen wurde erkannt, aber Ähnliches passierte jedoch nicht. Sagen Sie mir also nicht, dass es sich nicht um engagierte, kartentragende Anti-Trumper handelt. Das Time Magazine kann ebenfalls auf diese Beschreibung passen. FAIRNESS BITTE.“

Trumps Cybersecurity-Berater kann sich also nur schwer seinen eigenen Fehler eingestehen, es scheint gar, als könne er Hyperlinks nur schwer nachvollziehen. Antworten von amüsierten Twitter-Nutzern folgten natürlich prompt, mit dabei witzige Antworten wie: „Rudy, vielleicht solltest du deine Enkelkinder fragen, wie Links funktionieren“ oder „Hast du es mal mit ausstecken und wieder einstecken ausprobiert?“. Doch damit ist Giuliani in bester Gesellschaft. Japans Cybersecurity-Minister hat Null Ahnung von IT, wie er selbst eingestanden hat.

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