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Überfälle auf Apple Stores häufen sich

06.09.2018 | 14:07 Uhr |

Überfälle auf Apple Stores nehmen weiter zu. Die gestohlenen Geräte lassen sich zwar nicht nutzen, für die Täter lohnt es sich offenbar trotzdem.

Für den US-Konzern Apple werden die Überfälle auf seine Stores zunehmend zum Problem. Allein im US-Bundesstaat Kalifornien wurden seit Mai mehr als 21 Überfälle angezeigt, wie der Lokalsender ABC7 berichtet. Im laufenden Jahr wird der Verlust des Konzerns auf über 850.000 US-Dollar geschätzt. Und dass nur in Kalifornien.

Überfälle dauern nur wenige Sekunden

Die Überfälle finden tagsüber statt, während die Stores geöffnet sind. Die Täter gehen dabei nach der „Run and Grab“-Technik vor. Mehrere Täter verteilen sich über den Store und verhalten sich wie normale Kunden. Auf Kommando greifen sie sich die teuren Ausstellungsmodelle, reißen sie aus ihrer Verankerung und ergreifen die Flucht. Dabei gehen die Täter äußerst effizient vor. Ein Überfall dauert meist nicht mehr als einige Sekunden. Stoppen lassen sich die Täter nur sehr selten, da sie außerdem äußerst brutal vorgehen. In mehreren Fällen wurden Sicherheitskräfte und Zivilisten von den Tätern angegriffen, wenn sie versucht haben eine Flucht zu verhindern.

Gestohlene Ware lässt sich nicht verwenden

Mit der gestohlenen Ware lässt allerdings erstmal nicht viel anfangen, da Apple bei seinen Ausstellungsgeräten schon seit längerem einen sogenannten „Kill-Switch“ nutzt. Eine eingebaute Softwarelösung sperrt die Geräte, sobald sie das WLAN-Netzwerk des Stores verlassen. Deshalb ist anzunehmen, dass die Täter die Geräte ausschlachten, um die einzelnen Komponenten als originale Ersatzteile auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

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