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US-Polizisten wollen iPhone mit Finger eines Toten freischalten

23.04.2018 | 14:54 Uhr |

Zwei Polizisten aus Florida haben bei einem Bestatter versucht, mit dem Finger eines Toten dessen iPhone freizuschalten.

Im US-Bundesstaat Florida sorgten in dieser Woche zwei Polizisten für eine öffentliche Debatte um die Rechte der Toten. Die beiden Beamten betraten die Räumlichkeiten eines Bestatters in Clearwater und verlangten zur Leiche des im März von zwei Polizisten getöteten Linus F. Phillip gebracht zu werden. Sie versuchten dann, das iPhone des Verstorbenen mit dessen Finger freizuschalten. Zu dieser Zeit war auch die Ex-Freundin des Verstorbenen anwesend und äußerte sich entrüstet gegenüber der Zeitung "Tampa Bay Times" . Die junge Frau habe sich nicht im geringsten respektiert gefühlt und bezeichnete das Verhalten der Beamten als pietätslos.

Einen Durchsuchungsbefehl für die Räumlichkeiten des Bestatters hatten die Polizisten nicht benötigt, da Menschen in den USA nach ihrem Tod nur noch geringe Rechte auf Privatsphäre haben. Das Vorgehen der Beamten sorgt dennoch für Diskussionsstoff und wirft die Frage auf, ob ihr Verhalten angemessen war.

Phillip wurde im vergangenen Monat von zwei Polizisten aufgrund seiner getönten Autoscheiben angehalten. Nachdem die Beamten Marihuana-Geruch im Wagen feststellten, wollten sie den 30-Jährigen verhaften. Phillip widersetzte sich, wollte davonfahren und verunfallte tödlich. Sein iPhone sollte für weitere Ermittlungen wegen eines Drogendeliktes freigeschaltet werden.

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