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Verbraucherschützer: Amazon Alexa / Echo lauscht auch ungewollt

21.12.2017 | 11:46 Uhr |

Verbraucherschützer warnen: Amazon Alexa/Echo hört unter Umständen auch dann mit, wenn Sie das gar nicht wollen. Grund: Verwechselte Signalwörter.

Die Verbraucherzentrale NRW warnt: Amazon Alexa/Echo hört mitunter auch dann mit, wenn der Benutzer das gar nicht will. Grund: Alexa „erkennt“ versehentlich das Signalwort „Alexa“ und schaltet dann die Mikrofone ein. Wer ein Amazon Echo besitzt, kann zwischen vier Signalwörtern zum Start von Alexa wählen: "Alexa", "Amazon", "Echo" und "Computer". Wenn Sie das festgelegte Signalwort aussprechen, dann hört Ihnen Echo zu und überträgt Ihre Worte an die Amazon-Server.

Die Verbraucherschützer machten mit mehreren Personen den Test, ob Alexa die gesprochenen Worte mit den festgelegten Signalwörtern verwechseln kann. Anscheinend kann das tatsächlich der Fall sein: Alexa reagierte im Test auch auf ähnlich klingende Begriffe. Das hat zur Folge, dass Echo auch dann Ihre Gespräche aufzeichnet und an die Amazon-Server überträgt, wenn Sie das gar nicht wollen.

So soll Echo zum Beispiel "Alexander" mit "Alexa" verwechselt haben, wenn „Alexander“ am Satzanfang verwendet wurde. Aber auch mitten im Satz gab es Probleme: "Ich möchte unbedingt Urlaub am Amazonas machen" identifizierte Alexa offensichtlich mitunter als das Signalwort „Amazon“ – und Echo schaltete daraufhin die Mikrofone ein. Sogar "komm Peter" soll Alexa mit dem Signalwort "Computer" verwechselt haben.

Die Verbraucherschützer raten deshalb:

  1. Wählen Sie nicht "Alexa" als Aktivierungswort, wenn ein Familienmitglied oder Freund "Alexander" heißt oder einen ähnlich klingenden Namen wie "Alexander" hat.

  2. Wählen Sie nicht "Computer" als Aktivierungswort: „Computer“ kommt häufig auch in Alltagsunterhaltungen vor.

  3. Aktivieren Sie in den Toneinstellungen der Alexa-App den Signalton, der immer dann abgespielt wird, wenn der Sprachservice aktiviert wird. Aktivieren Sie außerdem den "Endton", der das Ende der Aufzeichnung signalisiert.

  4. Prüfen Sie in der App von Zeit zu Zeit, was diese aufgezeichnet hat.

  5. Nutzen Sie die Mikrofon-Taste am Echo, um das Mikrofon ganz auszuschalten.

  6. Weisen Sie Ihre Besucher darauf hin, dass Sie Amazon Echo/Alexa nutzen.

Alexa ist mit diesem Problem nicht allein

Frühere Versionen von Google Home Mini hörten ebenfalls ungewollt mit.

So testeten die Verbraucherschützer

Der Selbsttest wurde am Beispiel von Amazon Alexa durchgeführt. Das voreingestellte Signalwort wurde im Original und in abgewandelter beziehungsweise erweiterter Form genannt. Das vorbereitete Textmaterial wurde durch zwei Sprecher separat eingesprochen, jeder Testsatz wurde pro Sprecher zehn Mal gesprochen.

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