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Virtuelle Realität: VR Desktop for Mac

14.02.2017 | 15:14 Uhr |

Von wegen, der Mac sei nicht für Virtual Reality geeignet. Der Entwickler Cindori wil das Gegenteil beweisen.

Virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) steht bei Apple nicht so hoch im Kurs wie Augmented Reality (AR, etwa: erweiterterte Realität), doch könnte das Projekt VR Desktop for Mac des Entwicklers Cindori womöglich den Blick auf die Technik ändern. Die Software bringt macOS auf die VR-Brille Oculus Rift, andere Brillen sollen bald folgen. Hintergedanke ist der, dass sich auf die Brille ein virtueller Arbeitsplatz mit mehreren Monitoren projizieren lässt, man erspart also mit einer VR-Brille und der Software die Anschaffung mehrerer externer Monitore. VR Desktop for Mac ist laut Hersteller zudem ein Proof of Concept, dass auch der Mac für VR-Brillen geeignet ist. Oculus hatte vor zwei Jahren der Plattform eine Absage wegen angeblich mangelnder Grafikleistung erteilt, Cindori will mit seinem eigens entwickelten VR-Framework aber zeigen, dass auch Macs mit diskreter Grafikkarte ein geschmeidiges VR-Erlebnis möglich sei. Neben der diskreten Grafikkarte in neueren Macs - etwa der Polaris-Grafik des Macbook Pro 2016 - setzt VR Desktop for Mac die Brille Oculus Rift DK2 voraus und OS X 10.11 El Capitan oder höher. Die Oculus Rift CV1 and HTC Viv sollen in Bälde folgen, sobald sie die Mac-Plattform unterstützen. Bei letzterer Brille soll das noch in der ersten jahreshälfte der Fall sein. Die Software kostet 20 US-Dollar, VR-Brillen sind ungleich teurer.

Tim Cook hatte sich auf seiner Europareise in der vergangenen Woche gegenüber der britischen Zeitung The Independent schwärmerisch über Augmented Reality (AR) geäußert. Die Technologie sei "huge" und habe das Potential, das Leben vieler Leute zu verbessern. So wie sich auch das iPhone nicht an bestimmte Zielgruppen oder Märkte richte, sondern für jedermann da sei, könne sich auch AR als "riesig" erweisen. Hinweise auf konkrete Produkte gab Cook keine, seit einigen Wochen drehen sich jedoch Spekulationen um ein gemeinsames AR-Projekt mit Carl Zeiss. Wie Cook im Speziellen und Apples Ingenieure im Allgemeinen über Virtual Reality denken, ließ sich der Apple-CEO nicht entlocken.

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